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Die Geschichte der Jüdin Esther und dem persischen König Ahasveros spielt sich 479 - 465 v.u.Z. ab. Also nach der Rückkehr der ersten Gruppe Juden unter Serubbabel aus der babylonischen Gefangenschaft unter dem persischen König Cyrus und des Wiederaufbaus des Tempels in Jerusalem ab 538 v.u.Z. Und vor der Ankunft Esras unter dem persischen König Artaxerxes um 458 v.u.Z.

Sie könnte die Vorlage zu vielen traumhaften Dramen sein: Ein wunderschönes Waisenkind wird Königin des mächtigsten Königs seiner Zeit und rettet dazu ihr eigenes Volk vor einer tödlichen Intrige.

Und doch stellen sich vor dem Hintergrund der damals geltenden göttlichen Gesetze einige Irritationen ein: Mordechai, ein hoher jüdischer Beamter am königlichen Hofe, setzt alles daran, dass sein Mündel, das Mädchen Esther, unter die Heirats-Kandidatinnen für die neue Frau des heidnischen Königs kommt. Nach den jüdischen Gesetzen waren Ehen zwischen Juden und Heiden verboten. Unter Esra und Nehemia wurden später solche Ehen als Schande vor Gott betrachtet und die heidnischen Ehepartner samt Kinder aus dem Volk verbannt (Esra 9, Nehemia 13).

Und doch hat diese eigentlich verbotene Ehe das Volk Israel vor einer erneuten großen und tödlichen Gefahr bewahrt. Mehrere hundert Jahre zuvor hatte Boas die Moabiterin Ruth geheiratet, obwohl Ehen zwischen Juden und ihren größten Feinden, den Moabitern, verboten waren. Ruth wurde eine wichtige Ahnin von Jesus Christus.

Das Bibelbuch Esther wirft, genauso wie das Buch Ruth, eine strenge Anwendung biblischer Gesetze über den Haufen. Der Apostel Paulus erklärte gut 500 Jahre später: "Denn Gott sagte zu Moses: Ich schenke meine Gnade und mein Erbarmen, wem ich will. ..." ( Rö 9:14-16).

Zur Erinnerung an diese Rettung feiern die Juden seit 473 v.u.Z. das Purim-Fest.

 

Esther 1 - Üppige Feste und schwere Ehespannungen

 
             

1.1

Es begab sich unter der Regierung des Ahasveros, des Mannes, der von Indien bis Äthiopien über 127 Provinzen herrschte.

 

1:1
Dan 6:1; Dan 9:1; Jes 18:1; Jes 37:9

1:2
2Sa 7:1; 1Kö 1:46; Neh 1:1; Dan 4:4; Dan 8:2;

1:3
1Mo 40:20; 1Kö 3:15; Esr 1:2; Jes 21:2; Jer 51:11; Dan 3:2-3; Dan 5:1,28; Dan 6:1, 6-7; Dan 8:20; Mar 6:21

1:4
1Ch 29:11-12,25; Hio 40:10 Jes 39:2; Hes 28:5; Psa 21:5; Psa 45:3; Psa 76:1-4; Psa 93:1; Psa 145:5, 12-13; Dan 2:37-44; Dan 4:30,36; Dan 5.18; Dan 7:9-14; Mat 4:8; Mat 6:13; Röm 9:23; Eph 1:18; Kol 1:27; 2Pet 1:16-17; Off 4:11

 

 

1:1
Ahasveros ist ein anderer Name für Xerxes I. (den Großen), den 5. Perserkönig (486-465 v.u.Z.). Er galt als impulsiv, stolz und protzte gerne mit seinem enormen Reichtum. Manche Feste dauerten bis zu 6 Monate.

1:12
Es verstieß gegen die persische Sitte und gegen das Hofprotokoll, dass eine Frau bei öffentlichen Versammlungen von Männern erschien. Vermutlich war Ahasveros ziemlich betrunken, als er nach Königin Waschti rufen ließ. Gemäß persischen Gesetz konnte der König einen einmal gegebenen Befehl nicht wiederrufen, auch wenn er offen gegen eigene Gesetze verstieß. Auch musste der Eindruck vermieden werden, dass der König keine Autorität vor seiner Frau hatte. Ein persischer König galt bei vielen seiner Untertanen als unfehlbarer Gott. Ein von ihm erlassenes Gesetz oder Befehl war daher für immer gültig (vergl. Dan 6:8).

1:16-21
Die Behauptung der Berater, alle Frauen im Reich würden den Respekt vor ihren Männern verlieren, wenn der König nicht entsprechend handeln würde, entsprang wohl auch unter zuviel Alkoholgenuss. Frauen hatten seinerzeit nicht nur in Persien keine große Wertschätzung seitens ihrer Ehemänner.
Echte Achtung zwischen Eheleuten entspringt aus einer gegenseitigen Wertschätzung und respektvoller Liebe als nach dem Bild Gottes erschaffene Menschen. Und nicht aus Befehlen, Paragraphen und erzwungener Gehorsam.

_____ _____ _____

1:5
2Ch 7:8-9; 2Ch 30:21-25

1:6
2Mo 26:1, 31-32, 36-37; Hes 23:41; Amo 2:8; Amo 6:4

1:7
1Kö 10:21; 2Ch 9:20; Dan 5:2-4

1:8
Jer 35:8; Jer 51:7; Hab 2:15-16; Joh 2:8

1:10
1Mo 43:34; Ri 16:25; 1Sa 25:36-37; 2Sa 13:28; Spr 20:1; Pre 7:2-4; Pre 10:19; Dan 1:3-5, 18:19; Eph 5:18-19

1:11
1Sa 25:3; 2Sa 14:25; Spr 16.9; Spr 23:29-33; Spr 31.10; Mar 6:21-22

1:12
1Mo 3:16; 2Mo 32:19,22; 5Mo 29:20; Psa 74:1; Psa 79:5; Spr 19:12; Spr 20:2; Dan 2:12; Dan 3:13,19; Nah 1:6; Eph 5:22,24; 1Pet 3:1; Off 6:16-17

1:13
1Ch 12:32; Jer 10:7; Dan 2:2,12,27; Dan 4:6-7; Dan 5:7; Mat 2:1; Mat 16:3

1:14
1Ch 12:32; Jer 10:7; Dan 2:2,12,27; Dan 4:6-7; Dan 5:7; Matt 2:1; Mat 16:3

1:16
Apg 18:14; Apg 25:10; 1Kor 6:7-8

1:17
2Sa 6:16; Eph 5:33

1:18
Ri 5:29; 1Kö 11:3

1:19
1Sa 15:28; 1Kö 3:28; Dan 6:8-15,17

1:20
5Mo 17:13; 5Mo 21:21; Eph 5:33; Kol 3:18; 1Pe 3:1-7

1:21
1Mo 41:37

1:22
Dan 3:29; Dan 4:1; Luk 16:8; Apg 2:5-11; 1Kor 14:19-20; Eph 5:22-24; 1Ti 2:12; Tit 2:4-5

 

1.2

In jenen Tagen also, als der König Ahasveros auf seinem Königsthron in der Burg (= Königspalast, Residenz) Susa saß,

     

1.3

im dritten Jahre seiner Regierung, veranstaltete er für alle seine Fürsten und Diener ein großes Festmahl. Auch die persischen und medischen Heerführer, die Edlen und höchsten Beamten der Provinzen waren vor ihm versammelt.

     

1.4

Er stellte dabei den Reichtum und den Glanz seines Königtums und die Pracht und Herrlichkeit seiner Größe über hundertachtzig Tage zur Schau.

     

1.5

Anschließend veranstaltete der König im Palastpark ein siebentägiges Fest für alle Bewohner des Palastbezirks, vom vornehmsten bis zum geringsten.

     

1.6

Feines Leinen, Baumwollstoffe und Purpurtücher hingen an Byssus- und Purpurbändern in silbernen Ringen und an weißen Marmorsäulen. Goldene und silberne Ruhelager standen auf einem Fußboden aus Smaragd und weißem Marmor, aus Perlmutterstein und kostbaren Steinen.

     

1.7

Man trank aus goldenen Gefäßen, die in ihren Formen immer wieder verschieden waren. Der Wein wurde aus den königlichen Kellern reichlich aufgetragen, wie es der Großzügigkeit eines Königs entsprach.

     

1.8

Jeder konnte trinken, soviel er wollte. Denn der König hatte angeordnet, dass seine Diener sich ganz nach den Wünschen der Gäste richten sollten.

     

1.9

Auch die Königin Waschti gab für die Frauen im Palast König Ahasveros ein großes Gastmahl.

     

1.10

Am siebten Tag, als König Ahasveros durch den Wein in fröhliche Stimmung versetzt war, befahl er Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta und Abagta, Setar und Karkas, den sieben Kammerherrn (o. Eunuchen), die den Dienst beim König versahen,

     

1.11

die Königin im Schmuck ihrer Krone herzubringen. Das ganze Volk und die Fürsten sollten ihre außerordentliche Schönheit bewundern.

     

1.12

Doch Königin Wasti weigerte sich, der Aufforderung des Königs zu folgen. Da packte den König der Zorn.

     

1.13

Er beriet sich sofort mit dem Rat der Weisen. Es waren Gesetzes- und Rechtsgelehrte, die das Gesetz gut kannten und dem König bei allen Entscheidungen zur Seite standen.

     

1.14

Sie hießen Karschena, Schetar, Admata, Tarsis, Meres, Marsena und Memuchan. Diese sieben Fürsten aus den Völkern der Meder und Perser waren die Vertrauten des Königs. Sie durften jederzeit zu ihm und nahmen nach ihm den ersten Rang im Königreich ein.

     

1.15

Er sagte zu ihnen: "Ich habe meine Diener mit einem Befehl zur Königin Waschti gesandt, aber sie hat ihn nicht befolgt. Was soll nach dem Gesetz mit ihr geschehen?"

     

1.16

Memuchan antwortete: "Königin Waschti ist nicht gegenüber dem König schuldig geworden, sondern gegenüber seinen Fürsten und dem ganzen Volk in allen Provinzen des Reiches.

     

1.17

Denn das Verhalten der Königin wird allen Frauen bekannt werden. Sie werden die Achtung vor ihren Ehemännern in Zukunft verlieren und sagen: Der König Ahasveros hat während eines großen Staatsfestes die Königin Waschti zu sich gerufen, aber sie kam nicht.

     

1.18

Nun werden die Frauen der Fürsten von Persien und Medien dies ihren Männern vorhalten, sobald sie erfahren, was die Königin getan hat. Das wird viel böses Blut geben!

     

1.19

Wenn es der König für richtig hält, sollte ein königlicher Erlass herausgegeben werden, dass Waschti nie wieder vor ihm erscheinen darf. Dieser müsste unter die Gesetze der Meder und Perser aufgenommen werden, die unwiderruflich sind. Und dann sollte der König an ihrer Stelle eine andere zur Königin machen, die diese Würde auch verdient.

     

1.20

Wenn der Erlass des Königs im ganzen großen Reich bekannt gemacht wird, werden alle Frauen ihre Ehemänner vom Größten bis zum Kleinsten wieder ehren und achten."

     

1.21

Der Vorschlag fand den Beifall des Königs und der Fürsten. Der König ging auf den Rat Memuchans ein

     

1.22

und schickte einen Erlass in alle Provinzen seines Reiches, jeweils in der Schrift und Sprache des betreffenden Landes. Auf diese Weise wollte er sicherstellen, dass jeder Mann in seinem Haus der Herr bleibt.

     

 

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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