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Hiob 10 - Die Unbegreiflichkeit Gottes

Wenn es das Leben nicht gut mit uns meint, neigen wir wie Hiob dazu, in Selbstmitleid zu versinken. Dann ist es nur ein kleiner Schritt, um mit Gott zu hadern. Dabei sollten wir nie vergessen, dass die Prüfungen des Lebens uns die Chance geben, innerlich zu wachsen. Stellen wir uns also lieber die Frage: "Was kann ich aus dieser Situation lernen und wo kann ich wachsen?", anstatt "Wer hat mir das angetan?" Wie Hiob wissen auch wir oft genug nicht alle Fakten. Nur eins sollten wir nie vergessen: Gott will nur unser Bestes. Oft genug entstehen aus den scheinbar unerträglichen Katastrophen unseres Lebens am Ende etwas Gutes. Darum sollten Christen keine Pessimisten sein.

10.1

"Ich bin meinem Leben überdrüssig; daher lasse ich meiner Klage freien Lauf. In meiner Verbitterung will ich jetzt reden.

 

10:1 - 4Mo 11:15; 1Kö 19:4; Psa 32:3-5; Jes 38:15,17; Jon 4:3,8

10:2 - Psa 6:1-4; Psa 25:7; Psa 38:1-8; Psa 109:21; Psa 139:23-24; Psa 143:2; Klg 3:40-42; Klg 5:16-17; Röm 8:1; 1Kor 11:31-32

10:3 - Psa 69:33; Psa 138:8; Klg 3:2-18; Jes 64:8; Jer 12:1-3; 1Pet 4:19;

10:4 - Luk 16:15; Off 1:14

10:5 - Psa 90:2-4; Psa 102:12,24-27; Heb 1:12; 2Pe 3:8

10:6 - Psa 10:15; Psa 44:21; Jer 2:34; Zef 1:12; Joh 2:24-25; 1Kor 4:5

10:7 - 5Mo 32:39; Psa 1:6; Psa 7:3,8-9; Psa 17:3; Psa 26:1-5; Psa 50:22; Psa 139:1-2, 21-24; Dan 3:15; Hos 2:10; Joh 10:28-30; Joh 21:17; 2Kor 1:12; 1Thi 2:10

10:8 - 1Mo 6:6-7; Psa 119:73; Jes 43:7; Jer 18:3-10

10:9 - 1Mo 2:7; 1Mo 3:19; Psa 22:15; Psa 25:6-7,18; Psa 89:47; Psa 90:3; Psa 106:4; Pred 12:7; Jes 45:9; Jes 64:8; Jer 18:6; Röm 9:21

10:10 - Psa 139:14-16

10:11 - Viele Bibelübersetzungen erwecken den Eindruck, als würden die Bestandteile unseres Körpers um uns herum gestaltet sein, als hätten wir sozusagen einen geistigen Kern. Das würde aber 1Mo 2:7 widersprechen, wonach der ganze Mensch eine lebendige Seele ist.

10:11 - 2Kor 5:2-3; Hes 37:4-8; Eph 4:16

10:12 - 1Mo 19:19; Matt 6:25; Apg 17:25,28

10:13 - 5Mo 32:39; Pre 8:6-7; Jes 45:7,15; Jes 46:9-11; Klg 3:37; Röm 11:33; Eph 3:11

10:13-14 - Hiob richtet hier einen schweren Vorwurf an Gott. Wenn JHWH wirklich so denken würde, hätte kein Mensch eine Chance.vor Gott. Im Gegenteil, sein Widersacher, der Satan, ist es doch, der die Menschen vor Gott immer wieder beschuldigt und anklagt. Richtig ist aber auch, dass Gott nicht pauschal alles vergibt.

10:14 - 2Mo 34:7; 4Mo 14:18; Psa 130:3; Psa 139:1

10:15 - 2Mo 3:7; Psa 9:17; Psa 25:18; Psa 119:153; Jes 3:11; Klg 1:20; Klg 5:1-22; Jes 6:5; Jes 64:5-6; Mal 3:18; Luk 17:10; Röm 2:8-9

10:16 - 4Mo 16:29-30; 5Mo 28:59; Jes 38:13; Klg 3:10; Hos 13:7-8;

10:17 - Rth 1:21; Psa 55:19; Jer 48:11; Zef 1:12

10:18 - Jer 15:10; Jer 20:14-18; Matt 26:24

10:19 - Psa 58:8

10:20 - Psa 39:5,13; Psa 103:15-16

10:21 - 2Sa 12:23; 2Sa 14:14; Psa 23:4; Psa 88:6,11-12; Jes 38:11; Jer 2:6

10:21-22 - Das "Land" das Hiob beschreibt, ist der Zustand des Todes. Es gibt keine Rückkehr und die totale Dunkelheit ist das Synonym für keinerlei Bewusstsein oder Handlung.

10:22 - Psa 23:4; Psa 44:19; Psa 88:12; Jer 2:6; Jer 13:16; Luk 16:26

 

10.2

Ich sage zu Gott: Sprich mich nicht schuldig! Lass mich wissen, warum du mich bekämpfst!

 

10.3

Hast du denn etwas davon, wenn du mich bedrückst? Verwirfst du das Werk deiner Hände, während du zu den Anschlägen der Gottlosen dein Licht leuchten lässt?

 

10.4

Sehen Deine Augen denn auch nicht mehr, als wir Menschen sehen, und urteilst so beschränkt, wie wir es tun?

 

10.5

Dein Leben ist doch nicht wie unser Leben, du zählst es nicht wie wir in kurzen Jahren.

 

10.6

Warum suchst du dann so energisch nach meiner Schuld und hast es so eilig, jede Sünde aufzuspüren?

   

10.7

Du weißt, dass ich unschuldig bin und dass es keinen gibt, der mich aus deiner Hand befreihen kann.

   
 

Die Güte, aber auch Unbegreiflichkeit Gottes

   

10.8

Mit deinen Händen hast du mich gebildet und gestaltet und nun verschlingst du mich mit Haut und Haar.

   

10.9

Bedenke doch, dass du mich wie Ton gestaltet hast! Lässt du mich jetzt wieder zu Staub zerfallen?

   

10.10

Dir verdanke ich mein Leben: dass mein Vater mich zeugte und ich im Mutterleib Gestalt annahm.

   

10.11

Aus Haut, Fleisch, Knochen und Sehnen hast du mich gestaltet.

   

10.12

Du hast mir das Leben geschenkt und mir deine Güte erwiesen; deine Fürsorge hat mich stets bewahrt.

   

10.13

Und doch denkst du tief in deinem Herzen ganz anders; in Wirklichkeit hast du dies von Anfang an beschlossen:

   

10.14

Du wolltest sehen, ob ich sündigen werde, um mir dann jeden Fehler vorzuhalten.

   

10.15

Habe ich Sünden begangen, bin ich verloren! Aber selbst wenn ich rechtschaffen bin, nützt es mir auch nichts, denn man überhäuft mich mit Schande, und mein Elend habe ich ständig vor Augen.

   

10.16

Versuche ich mich dennoch zu behaupten, wirst du mich wie ein Löwe jagen und mit mir wieder für mich unbegreiflich umgehen,

   

10.17

Einen Zeugen nach dem anderen lässt du gegen mich auftreten, damit du Grund hast, mir noch mehr zu grollen und weitere Strafen zu verhängen.

   

10.18

Warum hast du mich aus dem Mutterleib geboren lassen? Wäre ich doch noch vor der Geburt umgekommen, so hätte mich kein Auge gesehen!

   

10.19

Vom Schoß der Mutter gleich ins Grab. Das wäre so, als hätte es mich nie gegeben!

   

10.20

Ich habe nur noch kurze Zeit zu leben; lass mich doch in Frieden diesen Rest genießen.

   

10.21

Bevor ich, ohne Rückkehr, ins Land der düstern Todesschatten gehe.

   

10.22

Dort ist es so düster wie die schwarze Nacht und selbst heller Tag ist so wie die schwarze Nacht."

   

 

Hiob 11 - Zofars erste Rede

Zofar ist ein Mensch, der auf alles eine Antwort zu haben glaubt. In seiner Arroganz schlägt er noch schlimmer auf Hiob ein, als seine Vorredner. Er unternimmt keinen Versuch, sich in Hiobs Lage zu versetzen. Im Gegenteil: Nach ihm hätte Hiob noch mehr Strafe verdient, nicht weniger. Zofar unterstellt, dass Hiob ihnen begangene Sünden verschweigt. Als ob das eine große Rolle spielt - es wäre zwar durchaus möglich gewesen, dass Hiob seinen angeblichen Freunden etwas verschweigen kann, aber vor Gott selbst kann niemand etwas verstecken.

Aber was steckt hinter den Atacken Zofars und der anderen? Hiobs weitbekannte Rechtschaffenheit sorgte unter seinen angeblichen Freunden offenbar für Minderwertigkeitskomplexe, vieleicht sogar für Neid oder Hass. Nun war die Gelegenheit da, sich für alles zu rächen. In Zofars Weltbild waren die Schicksalschläge Hiobs nur die wohlverdiente Strafe JHWHs für begangene Sünden. Schlimmer noch, Hiob schien keinerlei Reue zu zeigen und versuchte nach wie vor seine Vergehen zu vertuschen. Solch ein Missetäter hat nach Zofar noch härtere Strafen verdient.

Was für ein grausames Spiel können Menschen doch unter dem Deckmantel des Glaubens spielen. Hiob liegt zerschlagen im Dreck und helfende Hände entpuppen sich als schlagende Fäuste.

             

11.1

Darauf erwiderte Zofar von Naama:

 

11:2 - Psa 140:11; Spr 10:19; Apg 17:18; Jak 1:19

11:3 - Psa 35:16; Psa 83:16; Jer 15:17; Ri 1:18; 2Th 3:14; Tit 2:8

11:4 - 1Pe 3:15

11:6 - 5Mo 29:29; Esr 9::13; Psa 25:14; Psa 103:10; Psa 106:43-46; Klg 3:22; Dan 2:28,47; Matt 13:35; Röm 16:25-26; 1Kor 2:9-11; Eph 3:5

11:7 - Psa 77:19; Psa 145:3; Pre 3:11; Jes 40:28; Matt 11:27; Röm 11:33; 1Kor 2:10,16; Eph 3:8

11:8 - 2Chr 6:18; Psa 103:11; Psa 139:6-8, Psa 148:13; Spr 25:2-3; Jes 55:9; Amo 9:2; Eph 3:18-19

11:9 - Psa 65:5-8; Psa 139:9-10

11:10 - 5Mo 32:30; Psa 31:8; Jes 41:27; Dan 4:35; Off 3:7

11:11 - Psa 10:11,14; Psa 35:22; Pre 5:8; Psa 94:11; Jer 17:9-10; Hos 7:2; Hab 1:13; Joh 2:24-25; Heb 4:13; Off 2:23

11:12 - Psa 51:5; Psa 62:9-10; Psa 73:22: Psa 92:6; Spr 30:2-4; Pre 3:18; Jer 2:24; Röm 1.22; Röm 12:16; 1Kor 3:18-20; Eph 2:3; Jak 2:20; Jak 3:13-17

11:13 - Psa 35:16; Psa 83:16; Jer 15:17; 2Th 3:14; Tit 2:8; Jud 1:18

11:14 - Psa 101:2; Jes 1:15; Hes 18:30-31; Sac 5:3-4; Jak 4:8

11:15 - 1Mo 4:5-6; Psa 27:1; Psa 46:1; Psa 112:6-8; Psa 119:6-7; Spr 14:26; Spr 28:1; 2Kor 1:12; 1Ti 2:8; 1Jo 2:28; 1Jo 3::19-22

11:16 - 1Mo 9:11; 1Mo 41:51; Spr 31:7; Pre 5:20; Jes 12;1-2; Jes 54:4,9; Jes 65:16; Joh 16:21; Off 7:14-17

11:17 - 1Ch 29:10; Psa 37:6; Psa 92:14; Psa 112:4; Spr 4:18; Jes 58:8-10; Mic 7:8-9; Hos 6:3; Sac 14:6-7; Mal 4:2; Luk 2:26-32

11:18 - 3Mo 26:5-6; Psa 3:5; Psa 4:8; Psa 43:5; Spr 3:24-26: Spr 14:32; Röm 5:3-5; Kol 1:27

11:19 - 1Mo 26:26-31; Psa 45:12; Spr 19:6; Jes 60:14; Off 3:9

11:20 - 3Mo 26:16; 5Mo 28:65; Psa 69:3; Spr 10:24; Spr 20:20; Klg 4:17; Amo 2:14; Amo 5:19-20; Amo 9:1-3; Luk 16:23-26; Heb 2:3

 

11.2

"Soll dieser Unsinn ohne Antwort bleiben? Hat einer Recht, nur weil er wie ein Maulheld dauernd redet?

 

11.3

Sollen alle Leute bei solchem Geschwätz schweigen? Sollst du lästern dürfen, ohne dass dich einer an öffentlich zurechtweist?

 

11.4

Du hast behauptet, was du sagst, sei wahr, vor Gottes Augen seist du ohne Schuld.

 

11.5

Ich wünschte nur, dass Gott jetzt selber spräche und dir darauf die entsprechende Antwort gäbe!

 

11.6

Und dir in Weisheit zeigte, dass die geheimen schlechten Taten doppelt soviel ausmachen? Doch wisse: Von deinen Sünden sieht dir Gott so manche nach.

   

11.7

Meinst du, dass du weißt, was Gott weiß, oder kannst du alles so vollkommen entscheiden wie der Allmächtige?

   

11.8

Der Himmel oben setzt Gott keine Grenze - dir aber allemal! Gott kennt aber auch den Scheol unten in der Tiefe - du aber nicht!

   

11.9

Seine Größe überragt die Erde und reicht weiter als das Meer!

   

11.10

Holt er den Schuldigen vor sein Gericht, so gibt es niemand, der ihn daran hindert.

   

11.11

Denn er erkennt die unwürdigen und falschen Menschen. Er sieht das Böse, ohne großartig darauf achten zu müssen.

   

11.12

Aber ein Hohlkopf kann Vernunft annehmen, und ein junger Wildesel noch zum Menschen werden.

   

11.13

Du, Hiob, musst dein Herz zu Gott hinwenden und deine Hände ihm entgegenstrecken.

   

11.14

Klebt eine Schuld an deiner Hand, so entferne sie und lass in deinen Zelten kein Unrecht wohnen!

   

11.15

Dann kannst du frei von Schuld den Blick erheben; dann stehst du fest und brauchst dich nicht zu fürchten.

   

11.16

Dann wird auch all dein Leid vergessen sein wie Wasser, das versickert ist.

   

11.17

Dann strahlt dein Leben heller als der Mittag, die Dunkelheit wird wie der Morgen sein.

   

11.18

Und du wirst wieder Vertrauen fassen, weil es Hoffnung gibt; du wirst dich umschauen und dich in Sicherheit hinlegen.

   

11.19

Kein Feind schreckt dich auf - im Gegenteil: Viele werden sich um deine Gunst bemühen.

   

11.20

Den Gesetzlosen aber bleibt nur die Verzweiflung, sie suchen Zuflucht, ohne sie zu finden, und ihre einzige Hoffnung ist der Tod

   

 

 

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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