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Hiob 14 - Die Vergänglichkeit des Menschen

Hiob sprach vor mehr als 3500 Jahre eine sehr wichtige Erkenntnis aus. Wir können zwar versuchen, ein hundert Prozent gottgefälliges Leben zu führen, aber niemand wird es wirklich gelingen.

Aber wie kommt Hiob zu solchen Aussagen? Oder die im Grunde richtigen Aussagen seiner Freunde? Die Fragen "Wo sind die Toten?" oder "Was passiert mit uns, wenn wir sterben?" beschäftigte die Menschen schon vor Jahrtausenden. Vielleicht ist es ein unbewusstes kollektives Überbleibsel aus der Zeit, als die ersten Menschen noch Ewiges Leben vor Augen hatten. Das führte möglicherweise dazu, dass sich Vorstellungen von einem Übergang in eine andere Welt als Geistwesen bis hin zu einer schrecklichen Unterwelt entwickelten, mit all ihren Auswirkungen. Im Gegensatz dazu gibt die Bibel ein realistisches und dadurch vernünftiges Bild über das, was mit uns nach dem Tod passiert und ob es irgandwann oder irgendwie weitergeht.

Das Buch Hiob ist mindestens so alt wie die Bücher Mose und Hiob war zudem aufgrund seiner Herkunft wahrscheinlich kein Jude. Es zeigt, dass man JHWH auch ohne entsprechende Schriften nur aufgrund der Vernunft erkennen kann. Hatte Hiob eine Ahnung davon, was Gott mit uns Menschen vorhat? Der Zorn auf die Menschheit durch den Ungehorsam der ersten Menschen bringt allen Menschen den Tod. Aber der Tod wird nicht ewig dauern. JHWH wird mehr als 1500 Jahre später durch seinen Sohn die ersten Schritte in die Wege leiten. Diese Hoffnung ist es, die über die Jahrtausende Menschen ausharren lassen wird.

Der Tod ist gleichbedeutend mit einem gefällten Baum. Alles, was offensichtlich ist, hat ein Ende. Aber manchmal treibt ein Baumstumpf neu aus und wird somit zu einem wunderbaren Symbol für die zweite Chance, die uns durch das Opfer Jesu Christi gegeben wurde. Ist unser Lebensfundament fest verwurzelt in unserem Glauben an Gott und Jesus, dann können wir in der festen Hoffnung unser Leben leben, dass es irgendwann eine Auferstehung gibt. Alleine diese Hoffnung hat schon dazu geführt, dass viele Menschen ihr gesamtes Leben verändert haben.

          Wir sind das krönende Produkt  

14.1

"Wie vergänglich ist der Mensch! Sein Leben dauert nur wenige Jahrzehnte und ist voller Mühsal!

 

eines intelligenten Designers. Vielleicht ist es gerade das, was den Hass des Satans auf die Menschen schürt. Da wir zudem mit wunderbaren Eigenschaften ausgestattet sind, wozu auch der freie Wille gehört, sollten wir bestrebt sein, zu erfahren, was unser Schöpfer, das mächtigste Wesen überhaupt, von uns erwartet. Wenn wir das tun, achtet Gott auf unsere Wege, nicht aber auf unsere Unvollkommenheit.

Hiob zeigt in diesem Kapitel aber noch eine andere sehr wichtige Wahrheit: Wir können im Besitz der reinen Lehre sein. Aber das reicht nicht aus. Genausowenig wie zu wissen, an was man glauben muss. Eine theoretischer, nicht im Leben bewährter Glaube ist flach und oberflächlich. Erfahrenes Leiden kann eine neue stabilisierende Dynamik ins Leben bringen. Wie ein Baum, der in einer Dürreperiode die Wurzeln auf der Suche nach Wasser tiefer in den Untergrund treibt und dadurch insgesamt ein stabileres Fundament schafft, was erst größeres Wachstum oberhalb ermöglicht. Nur auf diese Art entsteht ein Glaube, der uns in eine Abhängigkeit zu JHWH führt, ein festes Band des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe zu unserem Schöpfer.

______   ______   ______

14:1 - 1MMo 47:9; Psa 39:5; Psa 51:5; Pre 2:17,23; Matt 11:11

14:2 - 1Ch 29:15; Psa 90:5-9; Psa 92:7,12; Psa 102:11; Psa 103:15-16; Psa 144:4; Spr 8:13; Jes 40:6-8; Jak 1:10-11; Jak 4:14; 1Pet 1:24

14:3 - Psa 143:2; Psa 144:3; Röm 3:19

14:4 - 1Mo 5:3; Psa 51:5; Psa 90:5; Luk 1:35; Joh 3:6; Röm 5:12; Röm 8:8-9; Eph 2:3

14:5 - Psa 39:4; Psa 104:9,29; Dan 4:35; Dan 5:26,30; Dan 9:24; Dan 11:36; Luk 12:20; Apg 17:26; Heb 9:27; Off 1:18; Off 3:7

14:6 - Psa 39.13; Matt 20:1-8

14:7 - Jes 11:1; Jes 27:6; Dan 4:15,23-25

14:8 - Jes 26:19; Joh 12:24; 1Kor 15:36

14:9 - Hes 17:3-10, 22-24; Hes 19:10; Röm 11:17-24

14:10 - 1Mo 49:33; Spr 14:32; Matt 27:50; Luk 16:22-23; Apg 5:10

14:11 - Jer 15:18

14:12 - Psa 102:26; Pre 3:19-21; Pre 12:5; Jes 26:19; Jes 51:6; Jes 65:17; Jes 66:22; Dan 12:2; Matt 24:35; Joh 11:11-13; Apg 3:21; Röm 8:20; Eph 5:14; 1Th 4:14-15; 2Pet 3:7, 10-13; Off 20:11; Off 21:1

14:13 - 1Mo 8:1; Psa 106:4; Jes 12:1; Jes 26:20-21; Jes 57:1-2; Mar 13:32; Luk 23:42; Apg 1:7; Apg 17:31; Off 21:4

14:14 - Psa 27:14; Psa 40:1-2; Klg 3:25-26; Hes 37:1-14; Matt 22:29-32; Joh 5:28-29; Apg 26:8; 1Kor 15:42-44, 51-52; Phi 3:21; 1Thi 4:14-16;Jak 5:7-8; Off 20:13

14:15 - Psa 50:4-5; Psa 138:8; 1Thi 4:17; 1Jo 2:28; 1Pet 4::19

14:16 - Psa 56:6; Psa 139.1-4; Spr 5:21; Jer 32:19

14:17 - 5Mo 32:34; Hos 13:12

14:18 - Psa 102:25-26; Jes 40:12; Jes 41:15-16; Jes 54:10; Jes 64:1; Jer 4:24; Matt 27:51; Off 6:14; Off 8:8; Off 20:11

14.19 - 1Mo 6:17; 1Mo 7::21-23; Psa 30:6-7; Hes 37:11; Luk 12:19-20

14:20 - Pre 8:8; Klg 4:8

14:21 - 1Sa 4:20; Psa 39:6; Pre 2:18-19; Pre 9:5; Jes 39:7-8; Jes 63:16

14:22 - Spr 14:32; Luk 16:23-24

 

14.2

Er sprießt schnell auf wie eine Blume und verwelkt nach kurzer Zeit. Er hat genauso wenig Bestand wie ein Schatten.

 

14.3

Und trotzdem lässt du ihn nicht aus den Augen, und ziehst ihn wie es dir beliebt vor deinen Richterstuhl!

 

14.4

Von Geburt an sind wir mit der Erbsünde beladen, wie könnten wir dann ein wirklich sauberes Leben führen. Kein Mensch kann das - . nicht einer!

 

14.5

Du hast festgelegt, wie alt ein Mensch werden kann. Und du hast auch bestimmt, innerhalb welcher Grenzen sein Leben abläuft, die er niemals überschreiten kann und darf.

 

14.6

Darum lass ihn in Ruhe und gönne ihm sein bisschen Lebensfreude!

   

14.7

Selbst für einen Baum gibt es noch eine Hoffnung: Wenn man ihn fällt, schlägt er oft aus dem Stumpf wieder aus.

   

14.8

Selbst wenn die Wurzeln in der Erde altern, der Stumpf im Boden abstirbt und verdorrt

   

14.9

so treibt er doch, wenn er Wasser spürt, und bringt wieder neue Zweige hervor.

   

14.10

Wenn der Mensch aber stirbt, ist alles vorbei. Wo ist er dann?

   

14.11

Die Wasser verdunsten im See. Der Fluss versiegt und trocknet aus.

   

14.12

Genau so ist es mit dem Mensch, wenn er stirbt: Er legt sich nieder und steht nie wieder auf. Ja, die Toten werden niemals erwachen, solange der Himmel besteht! Nie wieder werden sie aus ihrem Schlaf erweckt!

   

14.13

Verbirg mich doch dort unten bei den Toten, versteck mich, bis dein Zorn vorüber ist! Bestimme doch, wie lang ich warten muss, bis du mir deine Güte wieder zeigst.

   

14.14

Doch kommt ein Toter je zurück ins Leben? Ich hielte gerne diese Qualen aus, wenn ich auf bessere Zeiten hoffen könnte.

   

14.15

Dann wirst du mich rufen, und ich werde kommen. Meine Existenz soll Dich dann wieder erfreuen, weil Du selbst mich geschaffen hast.

   

14.16

Du achtest zwar dann immer noch auf meine Wege, aber meine Verfehlungen wirst du sicherlich übersehen.

   

14.17

Was immer ich begangen habe, ist dann vergeben und vergessen, meine Schuld für immer ausgelöscht.

   

14.18

Doch ein Berg kann in sich zusammenstürzen, und ein Fels ins Tal stürzen..

   

14.19

Wie Wasser die Steine zu Sand zermahlt, und Sturzbäche den Erdboden fortreißen, so zerstörst du jede Hoffnung des Menschen.

   

14.20

Du überwältigst ihn mit Leichtigkeit, zwingst ihn zu Boden; mit entstelltem Gesicht liegt er da und stirbt. Du schickst ihn fort ohne das er je wiederkommt.

   

14.21

Ob seine Kinder einst berühmt sind oder ob man sie verachtet, wird er im Tod niemals erfahren. Ihre Zukunft bleibt ihm völlig verborgen.

   

14.22

Er sieht nur die eigene Ohnmacht und trauert nur noch um sich selbst.

   

 

Hiob 15 - Elifas zweite Rede

Elifas zeigt sich in seiner Arroganz noch rücksichtsloser als in seiner ersten Rede, sagt aber nichts Neues. Er glaubt offenbar, dass er mit der Autorität Gottes spricht. Es mag sein, dass auch wir nach Jahrzehnten Bibelforschung genau zu wissen glauben, was der Weg Gottes ist. Vielleicht haben wir gar nicht bemerkt, wie festgefahren wir in unseren Ansichten sind, was äußerst nachteilig ist. Hiob zeigt, dass manchmal nichts mehr so läuft, wie es sein sollte. Er hatte nichts falsch gemacht und trotzdem war alles zusammengebrochen. Wie sieht es in unserem Leben aus? Wir sind doch weit entfernt von Hiobs Rechtschaffenheit. Könnte es nicht doch sein, dass unsere Probleme das Ergebnis unserer Sünden sind? Oder umgekehrt, es läuft alles perfekt in unserem Leben, weil wir immer richtig gegenüber Gott JHWH handeln? Vergessen wir niemals das Beispiel Hiob, welches uns zeigt, dass wir oft genug in unserem Leben ein Spielball anderer sind. Sehen wir schwierige Zeiten als Chance, die Bibel, Gott und Jesus besser kennenzulernen. Vielleicht bekommen wir dadurch einen Blick auf die Dinge Gottes, der uns unter anderen Umständen nie eröffnet worden wäre.

 
             

15.1

Darauf antwortete Elifas von Teman:

     

15.2

Du willst ein weiser Mann sein, Hiob? Was Du sagst sind nichts als leere Worte!

 

15:2 - Hos 12:1; Jak 3:13

15:3 - Mal 3:13-15; Matt 12:36-37; Col 4:6; 1Ti 6:4-5

15:4 - 1Chr 10:13-14; Psa 36:1-3; Psa 119:126; Hos 7:14; Amo 6:10; Zef 1:6; Luk 18:1; Röm 3:31; Gal 2:21

15:5 - Psa 50:19-20; Psa 52:2-4; Psa 64:3;; Psa 120:2-3; Jer 9:3-5; Jer 9:8; Mar 7:21-22; Luk 6:45; Jak 1:26; Jak 3:5-8

15:6 - Psa 64:8; Matt 12:37; Matt 26:65; Luk 19:22

15:7 - 1Mo 4:1; Psa 90:2; Spr 22-25; Joh 1:1-5

15:7 - Zufällige Worte, die Elifas einfach so dahersagt? Die Bibel spricht später tatsächlich von jemanden, der schon existierte, als Gott die Welt schuf: Gottes erstgeborener Sohn.

15:8 - 5 Mo: 29:29; Psa 25:14; Pre 3:32; Jer 23:18; Amo 3:7; Matt 11:25; Matt 13:11,35; Joh 15:15; Röm 16:25-26; 1Kor 2:9-11,16

15:9 - 2Kor 10:7; 2Kor 11:5, 21-30

15:10 - 5Mose 32:7, Spr 16:31

15:11 - 1Kö 22:24; 2Kor 1:3-5; 2Kor 7:6

15:12 - Psa 35:19; Spr 6:13; Pre 11:9; Mar 7:21-22; Apg 5:3-4; Apg 8:22; Jak 1:14-15

15:13 - Psa 34:13; Mal 3:13; Röm 8:7-8; Jak 1:26;

15:14 - 1Kö 8:46, 2Chr 6:36; Psa 14:3; Psa 51:5; Spr 20:9; Pre 7:20,29; Joh 3:6; Röm 7:18; Gal 3:22; Eph 2:2-3; 1Jo 1:8-10

15:15 - Jes 6:2-5

15:16 - Psa 14:1-3; Psa 53:3; Spr 19:28; Röm 1:28-30; Röm 3:9-19; Tit 3:3

15:18 - Psa 71:18; Psa 78:3-6; Jes 38:19

15.19 - 1Mo 10:25,32; 5Mo 32:8; Joe 3:17

15:20 - Psa 90:3-4; Pre 9:3, Luk 12:19-21; Röm 8:22; Jak 5:1-6

15:21 - 1Mo 3:9-10; 3Mo 26:36; 2Kö 7:6; 1Sa 25:36-38; Psa 73:18-20; Psa 92:7; Spr 1:26-27; Apg 12:21-23; 1Kor 10:10; 1The 5:3; Off 9:11

15.22 - 2Kö 6:33; Jes 8:21-22; Matt 27:5

15:23 - 1Mose 4:12; Psa 59:15; Psa 109:10; Pre 11:8; Klg 5:6,9; Joe 2:2; Amo 5:20; Zef 1:15; Heb 10:27; Heb 11:37-38

15:24 - Psa 119:143; Spr 1:27; Spr 6:11; Spr 24:34; Jes 13:3; Mat 26:37-38; Röm 2:9

15:25 - 2Mo 5:2-3; 2Mo 9:17; 3Mo 26:23; 1Sa 4:7-9; 1Sa 6:6; Psa 52:7; Psa 73:9,11; Jes 8:9-10; Jes 10:12-14; Jes 27:4; Jes 41:4-7; Dan 5:23; Mal 3.13; Apg 9:5; Apg 12:1,23

15:26 - 1Mo 49:8; 2Ch 28:22; 2Ch 32:13-17; Psa 18:40

15:27 - 5Mo 32:15; Psa 17:10; Psa 73:7; Psa 78:31; Jes 6:10; Jer 5:28

15:28 - Jes 5:8-10; Jer 9:11; Jer 26:18; Jer 51:37; Mic 3:12; Mic 7:18;

15:29 - Psa 49:16-17; Luk 12:19-21; Luk 16:2, 19-22; Jak 1:11; Jak 5:1-3

15:30 - Jes 11:4; Jes 30:33; Hes 15:4-7; Hes 20:47-48; Matt 8:12; Matt 22:13; Matt25:41; Mar 9::43-49; 2The 1:8-9; 2Pet 2:17; Jud 1:13; Off 19:15

15:31 - Psa 62:10; Spr 22:8; Jes 17:10-11; Jes 44:20; Jes 59:4; Jon 2:8; Hos 8:7; Gal 6:3,7,8; Eph 5:6

15:32 - Psa 52:5-8; Psa 55:23; Pre 7:17; Jes 27:11; Hes 17:8-10; Hos 9:16; Hos 14:5-7; Joh 15:6

15:33 - 5Mo 28:39-40; Jes 33:9; Off 6:13

15:34 - 1Sa 8:3; 1Sa 12:3; Jes 33:14-15; Mic 7:2; Amo 5:11-12; Matt 24:51

15:35 - Psa 7:14; Jes 59:4-5; Hos 10:13; Gal 6:7-8; Jak 1:15

15.3

Du verteidigst dich mit Worten, die nicht taugen. Und dein Reden ist zu nichts nütze.

 

15.4

Du untergräbst das Fundament des Glaubens, wer dir zuhört läuft Gefahr, vom Glauben abzukommen!

 

15.5

Mit vielen Worten versuchst du deine Schuld zu verstecken. Mit Tricks lenkst du von ihr ab!

 

15.6

Deine eigenen Worte verurteilen dich, nicht ich; du selbst belastest dich mit jedem Wort.

   

15.7

Warst du schon auf auf dieser Welt, als Gott die Berge schuf?

   

15.8

Kennst du etwa Gottes Pläne, bist womöglich von ihm mit besonderer Weisheit ausgestattet?

   

15.9

Du weist nichts,was wir nicht auch wissen. Auch deine Erkenntnisse sind uns schon längst bekannt.

   

15.10

Hinter uns stehen alte, weise Männer, die älter wurden als dein Vater.

   

15.11

Du lehnst es ab, wenn Gott dich durch uns trösten will.

   

15.12

Warum reißt dich dein Unmut fort? Was ist mit dir passiert,

   

15.13

dass du so gegen Gott zu Feld ziehst und ihn so erbittert anklagst?

   

15.14

Glaubst du wirklich, dass es auf ganzen Welt auch nur einen Menschen gibt, der vor Gott bestehen kann?

   

15.15

Nicht einmal seinen Engeln kann er trauen, und auch der Himmel ist für ihn nicht rein.

   

15.16

Wieviel mehr die Menschen: Abscheulich und verdorben sind sie, am Unrecht trinken sie sich satt, als wäre es Wasser!

   

15.17

Hör mir zu, Hiob! Ich will dir etwas erklären, was ich aus eigener Erfahrung weiß,

   

15.18

es stimmt auch mit den Worten der alten, weisen Männer überein. Sie wiederum haben es von ihren Vätern gelernt,

   

15.19

vor langer Zeit, als das Land ihnen noch allein gehörte und noch kein Fremder in ihrer Mitte wohnte:

   

15.20

Der Gottlose quält sich mit Angst sein Leben lang; das Ende des Gewalttäters ist bereits bestimmt;

   

15.21

Schreckensrufe gellen ihm in den Ohren, mitten im Frieden wird ihn der Attentäter überfallen.

   

15.22

Er glaubt nicht mehr, dass er wieder aus der Finsternis herauskommt; er fürchtet, nur noch für das Schwert aufgespart zu sein.

   

15.23

Auf der Suche nach Brot irrt er umher, doch wo soll er es finden? Er hat das Gefühl, dass alles noch viel schlimmer wird.

   

15.24

Ihn packt die nackte Angst, Verzweiflung überfällt ihn wie ein König, der zum Angriff bläst.

   

15.25

Denn er hat seine Hand gegen Gott erhoben und sich gegen den Allmächtigen aufgelehnt;

   

15.26

Starrköpfig wie er war, rannte er mit einem dicken Schild am Arm gegen Gott an.

   

15.27

Er fühlte sich stark, war aufgeblasen vor Selbstsicherheit und Überheblichkeit.

   

15.28

Er zieht in Häuser, die verlassen wurden, baut Städte auf, die Trümmer bleiben sollten, und fürchtet nicht den Fluch, der darauf lastet. So trotzt er Gott und fordert ihn heraus.

   

15.29

Was solch ein Mensch besitzt, ist nicht von Dauer; er wird hier auf der Erde niemals reich;

   

15.30

Der Finsternis wird er nicht entrinnen; er ist wie ein Baum, dessen Zweige vom Atem Gottes versengt werden.

   

15.31

Wer sich auf Trug verlässt, betrügt sich selbst. Was er durch Trug gewinnt, wird ihm auch wieder durch Trug genommen.

   

15.32

Noch vor der Zeit verwelkt er wie ein Zweig und trägt nie wieder frisches, grünes Laub.

   

15.33

Unreif muß der Weinstock seine Trauben abwerfen und der Ölbaum seine Blüten abfallen lassen,

   

15.34

So geht es allen, die Gott mißachten: Über kurz oder lang sterben sie aus. Mit Bestechungsgeldern bauen sie ihr Haus, aber ein Feuer wird alles verwüsten.

   

15:35

Sie tragen sich mit bösen Plänen, Gemeinheiten brüten sie aus und setzen Unheil in die Welt.

   

 

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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