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Hiob 16+17 - Hiobs vierte Antwort

 
             

16.1

Hiobs erneute Antwort auf die Rede Elifas:

 

Hiobs Schmerz und Leid haben sich durch die heftigen Vorwürfe Elifas noch weiter gesteigert. Und doch wird deutlich, dass der Glaube ihn in den Jahren so gestählt hat, dass er zwar im wahrsten Sinne des Wortes im Schmutz liegt und noch auf ihn eingeschlagen wird, er aber nicht zerbrochen ist. Auf der anderen Seite erhebt Hiob in seiner Verzweiflung erneut schwere Vorwürfe gegen Gott JHWH, die mindestens genauso schmerzhaft und ungerecht sind, wie das ihm vom Teufel zugefügte Leid.

Anders als Hiob vor mehr als 3500 Jahren stehen wir vor Gott mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so sauber und rechtschaffen da. Wir werden uns eher in der Aussage des Apostel Paulus in Röm 7:21 wiederfinden. Umso überraschender sind daher Hiobs Bemerkungen in den Versen 19 und 21. Er spricht plötzlich von einem himmlischen Zeugen oder Bürgen als Mittler zwischen ihm und Gott oder den Menschen und Gott. Wer ist in Hiobs Rede der Anwalt der Sterblichen vor dem Höchsten? Wen bezeichnet er als den Menschensohn, der die Menschen auch untereinander versöhnt?

Bereits in einem früheren Kapitel wird der Eindruck geweckt, dass Hiob viel mehr über Gottes Wege wusste, als man es in diesem vermutlich ältesten Buch der Bibel für möglich halten könnte. Sieht man diese Aussagen Hiobs im Licht des Neuen Testaments, kann es sich bei diesem Zeugen und Menschensohn nur um Jesus Christus in seinem vormenschlichen Zustand handeln. Nur er steht spätestens seit seinem Opfertod als Mittler, Zeuge und Anwalt für fast alle Menschen vor Gott ein (1Ti 2:5).

_____ _____ _____

16:2 - Psa 69:26; Phi 1:16; Jak 1:19

16:3 - Matt 22:46; Tit 1:11; Tit 2:8

16:4 - 2Kö 19:21; Psa 22:7; Psa 44:14; Psa 109:25; Spr 10:14,19; Pre 10:14; Jer 18:16; Klg 2:15; Matt 7:12; Matt 27:39-40; Röm 12:15; 1Kor 12:26

16:5 - Psa 27:14; Spr 27:9,17; Jes 35:3-4; Gal 6:1

16:6 - Psa 77:1-9; Psa 88:15-18

16:7 - Psa 6:6-7; Spr 3:11-12; Jes 50:4; Mic 6:13

16:8 - Rth 1:21; Psa 106:15; Jes 10:16; Jes 24:16; Eph 5:27

16:9 - Psa 35:16; Psa 37:12; Psa 50:22; Klg 2:16; Klg 3:10; Mic 7:8; Hos 5:14

16:10 - 1Kö 22:24; 2Chr 18:23; Psa 22:13, 16-17; Psa 35:15,21; Psa 94:21; Jes 50:6; Klg 3:30; Mic 5:1; Matt 26:67; Luk 23:35-36; Joh 18:22; Apg 4:27; Apg 23:2; 2Kor 11:20

16:11 - 1Sa 24:18; Psa 7:14; Psa 27:12; Psa 31:8; Joh 19:16, Röm 11:32; 2Kor 12:7

16:12 - Psa 44:19; Klg 3:4,11,12; Hes 29:7; Matt 21:44; Röm 16:4

16:13 - 1Mo 49:23; 5Mo 29:20; Psa 7:12-13; Klg 2:11; Klg 3:13; Hes 5:13; Röm 8:32; 2Pet 2:5

16:14 - Klg 3:3-5; Ric 15:8; Psa 42:7

16:15 - 1Sa 2:10; 1Kö 21:27; Psa 7:5; Psa 75:5:10; Jes 22:12

16:16 - Psa 6:6-7; 31:9; Psa 32:3; Psa 69:3; Psa 102:3-5,9; Psa 116:3; Jes 52:14; Klg 1:16; Jon 2:1-10; Mar 14:34

16:17 - Psa 7:3-5; Psa 44:17-21; Psa 66:18-19; Spr 15:8; 1Ti 2:8

16:18 - 1Mo 4:11; Neh 4:5; Psa 66:18-19; Jes 1:15; Jes 58:9-10; Jes 26:21; Jer 22:20; Hes 24:7; Jak 4:3-4

16:19 - 1Sa 12:5; Psa 113:5; Röm 1:9; Röm 9:1; 2Kor 1:23; 2Kor 11:31; 1Th 2:10

16:20 - Psa 142:2; Hos 12:4-5; Luk 6:11-12; Heb 5:7

16:21 - Pre 6:10; Jes 45:9; Röm 9:20

16:22 - Pre 12:5

 

16.2

"Solche Worte habe ich schon oft gehört. Ihr alle habt nur schwachen Trost zu bieten!

 

16.3

Wann machst du endlich Schluss mit diesem Gerede? Was reizt dich denn so, dass du mir ständig widersprichst?

 

16.4

Wenn ihr jetzt hier an meiner Stelle wärt, dann könnte ich genau dasselbe sagen. Ich könnte meinen Kopf weise schütteln und euch mit schönen Sprüchen reich bedenken.

 

16.5

Mit meinen Worten würde ich euch stärken und trösten.

 

16.6

Aber wenn ich rede, lässt mein Schmerz nicht nach. Schweige ich, wird es auch nicht besser!

   

16.7

O Gott, du hast mir meine Kraft genommen und mein ganzes Leben zerstört.

   

16.8

Mein Unglück knebelt mich. Als ob das noch nicht ausreicht, scheint mein Siechtum fast wie der Beweis für meine Schuld zu sein.

   

16.9

Gott ist offenbar mein Feind geworden. Er durchbohrt mich mit seinen Blicken und in seinem Zorn zerreißt er mich mit knirschenden Zähnen.

   

16.10

Als ob das nicht schon schlimm genug ist, verbünden sich auch die Menschen gegen mich. Sie reißen ihr Maul voll Spott auf und schlagen mir voller Hohn ins Gesicht.

   

16.11

Gott hat mich bösen und ungerechten Menschen ausgeliefert; Gottlosen bin ich in die Hände gefallen.

   

16.12

Aus meinem Frieden riss er mich heraus, er packte mich im Nacken, warf mich nieder. Dann nahm er mich als Zielscheibe,

   

16.13

seine Pfeile schwirrten um mich herum. Erbarmungslos durchbohrtensie meine Nieren und ließen mein Herzblut zur Erde fließen.

   

16.14

Wunde um Wunde hat er mir beigebracht. Er bekämpfte mich wie ein starker Krieger.

   

16.15

Ich habe mich Sackleinen gehüllt, und mein ganzer Stolz ist im Staub versunken.

   

16.16

Mein Gesicht ist rot vom vielen Weinen und ich habe dunkle Ringe um die Augen.

 

16.17

Und doch, an meinen Händen klebt kein Unrecht und mein Gebet ist frei von Heuchelei!

   

16.18

O Erde, bedecke nicht mein Blut und es finde sich keine Ruhestätte für mein Geschrei!

   

16.19

Aber wisst, ich habe doch im Himmel einen Zeugen und in der Höhe einen Bürgen!

   

16.20

Auch wenn ich von meinen angeblichen Freunden nichts als Hohn erhalte, blicke ich unter Tränen hinauf zu Gott.

   

16.21

Er schafft dem Sterblichen Recht vor Gott, ebenso wie zwischen dem Menschensohn selbst und seinen Mitmenschen.

   

16.22

Denn nur noch wenige Jahre habe ich, dann muss ich den Weg gehen, von dem es keine Rückkehr gibt."

   
             

 

Hiob 17 - Der einzige Ausweg aus all den Enttäuschungen

 
             

17.1

"Meine Kraft ist gebrochen, ich habe den Tod vor Augen, und auf mich wartet nur noch das Grab.

 

17:1 - Psa 88:3-5; Jes 38:10-14; Jes 57:16

17:2 - 1Sa 1:6-7; Psa 25:13; Psa 35:14-16; Psa 91:1; Matt 27:39-44

17:3 - 1Mo 43:9; 1Mo 44:32; Spr 6:11; Spr 11:15; Spr 17:18; Spr 20:16; Spr 22:26; Heb 7:22

17:4 - 2Sa 15:31; 2Sa 17:14;; 2Ch 25:16; Jes 19:14; Matt 11:25; Matt 13:11; Röm 11:8; 1Kor 1:20

17:5 - 2Mo 20:5; 5Mo 28:65; 1Kö 11:12; Psa 12:2-3; Spr 20:19; Spr 29:5; Klg 4:17; 1Th 2:5

17:6 - 1Mo 31:27; 1Kö 9:7; Psa 44:14; Jes 5:12

17:7 - Psa 6:7; Psa 31:9-10; Psa 109:23; Pre 6:12; Klg 5:17

17:7 - Großer Leidensdruck kann tatsächlich die Sehfähigkeit beeinträchtigen.

17:8 - Die jahrhunderte vertretene Ansicht, dass Leid eine Strafe Gottes für begangene Sünden sei, verschlimmerte die Situation der Betroffenen immens. Wieviel Schuld trifft daher die kleinen und großen Religionsführer, die wider besseren Wissens diese Ansichten unter das Volk gebracht und gefördert haben?

17:8 - Psa 73:12-15; Pre 5:8; Hab 1:13; Apg 13:46; Röm 11:33

17:9 - 1Mo 20:5; Psa 24:4; Psa 26:6; Psa 73:13; Psa 84:7,11; Spr 4:18; Spr 14:16; Jes 1:15-16; Jes 35:8-10; Jes 40:29-31; Mar 7:2; 2 Kor 12:9-10; 1Pet 1:5; 1Jo 2:19

17:9 - Im Vergleich zu Hiob und seiner Zeit ist unser Leben möglicherweise voll kleiner und sogar größerer Verfehlungen. Tragen wir diese vertrauensvoll in unserer Schwachheit vor Gott JHWH.(Esr 10:11; Röm 8:3) Er hat uns auserwählt (Röm 9:24-25) und wird auch dafür sorgen, dass wir unseren Weg wieder beschreiten und standhaft weitergehen. Auch unser Herr Jesus Christus hat uns einen starken Helfer in Aussicht gestellt (Joh 14:26)

17:10 - Mal 3:18; 1Kor 1:20; 1Kor 6:5

17:11 - Spr 16:9; Spr 19:21; Pre 9:10; Jes 8:10; Klg 3:37; Jes 38:10; Röm 1:13; 2 Kor 1:15-17; Jak 4:13-15

17:12 - 5Mo 28:67

17:13 - Psa 27:14; Psa 139:8; Klg 3:25-26; Jes 57:2

17:14 - Psa 16:10; Psa 49:9; Jes 14:11; Apg 2:27-31; Apg 13:34-37; 1Kor 15:42, 53-54

17:16 - Psa 88:4-8; Psa 143:7; Jes 38:17-18; 37:11; Jon 2:6; 2Kor 1:9

 

17.2

Rings um mich höre ich den Hohn der Spötter, auch nachts lassen mich ihre Beleidigungen nicht mehr schlafen.

 

17.3

O Gott, wer außer Dir kann jetzt noch für mich eintreten. Da ist sonst niemand mehr.

 

17.4

Ihre Herzen hast du jeglicher Einsicht verschlossen; nun lass sie nicht noch weiter triumphieren.

 

17.5

Wer Freunde der Plünderung preisgibt, dessen Kinder werden sich schämen und dafür leiden müssen.

 

17.6

Ich bin dem Spott der Leute preisgegeben, man spuckt mir sogar ins Gesicht!

   

17.7

Schmerz und Trauer haben mich fast blind gemacht; ich bin nur noch ein Schatten meiner selbst.

   

17.8

Selbst aufrichtige Menschen denken über mich: Wie gottlos muss dieser Mann sein!

   

17.9

Und doch steht der Gerechte zu seinem Wandel; wer reine Hände hat, gewinnt an Kraft.

   

17.10

Ihr alle aber miteinander, kommt nur immer wieder; ich werde doch keinen Weisen unter euch finden.

   

17.11

Vorbei sind meine Tage; meine Pläne und die Wünsche meines Herzens sind vernichtet.

   

17.12

Meine Freunde erklären meine Nacht zum Tag! Das Licht ist nahe! sagen sie, während ich von der Finsternis umgeben bin!

   

17.13

Ich habe nur noch die Dunkelheit des Scheol (das Grab) zu erwarten.

   

17.14

Das Grab bezeichne ich bald als meinen Vater. Die Verwesung nenne ich meine Mutter und meine Schwester.

   

17.15

Wo bleiben da meine Hoffnungen? Wer kann noch etwas Glück für mich erspähen?

   

17.16

Auch sie versinken mit mir im Tode, gemeinsam werden wir zu Staub!"

   

 

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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