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Hiob 20 - Zophars zweite Rede

 
             

20.1

Nun ergriff Zophar, der Naamathiter, erneut das Wort:

 

20:2 - Kein Verständnis von seinen Freunden, Familie und der Umgebung zu erhalten, ist in Hiobs Situation schon schlimm genug. Nun aber werden Hiobs Freunde auch noch aggressiv und zornig. Sie sehen Hiobs Leid als das Ergebnis eines heuchlerischen Lebens voller Sünden, das nun von Gott unnachgiebig bestraft wurde.

20:2 - Psa 31:22; Psa 39:2-3; Psa 116:11; Spr 14:29; Spr 29:20; Pre 7:9; Jer 20:9; Mar 6:25; Röm 10:2; Jak 1:19

20:3 - Psa 49:3; Psa 78:2-5

20:4 - 1Mo 1:28; 1Mo 9:1; Psa 115:16

20:5 - 2Mo 15:9-10; Ri 16:21-30; Est 5:11-12; Est 7:10; Psa 37:35-36; Psa 73:18-20; Matt 7:21; Matt 13:20-21; Apg 12:22-23; Gal 6:4; Jak 4:16

20:6 - 1Mo 11:4; Jes 14:13-14; Dan 4:11,22; Amo 9:22; Oba 1:3-4; Matt 11:23

20:7 - 1Kö 14:10; 2Kö 9:37; Psa 83:10; Jer 8:2

20:8 - Psa 18:10; Psa 73:20; Psa 90:5; Jes 29:7-8

20:9 - Psa 37:10,36; Psa 103:15-16

20:10 - Unterstellt Zophar Hiob nun auch noch, seinen verlorenen Reichtum durch Raub erlangt zu haben? Sind das Anzeichen tief sitzenden Neid oder sogar Hass?

20:10 - 2Mo 12:36; 2Mo 9:2; 2Mo 22:1,3; 2Sa 12:6; Spr 6:31; Spr 28:3; Psa 109:10; Luk 19:8

20:11 - Psa 25:7; Spr 5:11-13, 22-23; Spr 14:32; Hes 24:13; Hes 32:27; Joh 8:21,24; Apg 1:25

20:12 - 1Mo 3:6; Psa 10:7; Psa 109:17-18; Spr 9:17-18; Spr 20:17; Pre 11:9

20:13 - Matt 5:29-30; Mar 9:43-49; Röm 8:13

20:14 - 5Mo 32:24; 2Sa 11:2-5; 2Sa 12:10-11; Psa 32:3-4; Psa 38:1-8; Psa 51:8-9; Spr 1:31; Spr 23:20-21; Spr 23:29-35; Jer 2:19; Mal 2:2; Röm 3:13

20:15 - Spr 23:8; Matt 27:3-4

20:16 - Jes 30:6; Röm 3:13; Matt 3:7; 28:3-6

20:17 - 4Mo 14:23; 5Mo 32:13-14; 2Kö 7:2; 2Sa 17:29; Psa 36:8-9; Psa 81:16; Jes 7:15,22; Jes 41:17; Jer 17:6-8; Luk 16:24; Off 22:1

20:18 - Spr 1:12; Jes 24:7-11; Jer 11:15-16; Jer 22:13,17; Jer 51:34,44; Klg 2:16; Hes 7:12; Hos 8:7-8; Hos 9:1; Amo 8:4; Matt 23:14,24; Jak 4:8-9

20:19 - 5Mo 28:33; 1Sa 12:3-4; 1Kö 21:19; Psa 10:18; Psa 12:5; Spr 14:31; Spr 22:22-23; Pre 4:1; Spr 5:8; Klg 3:34; Jes 5:7-8; Hes 22:29; Amo 4:1-3; Mic 2:2,9; Jak 2:6,13; Jak 5:4

20:20 - Pre 5:13-14; Jes 57:20-21

20:21 - Jer 17:11; Luk 16:24-25

20:22 - 2Kö 24:2; Psa 39:5; Pre 2:18-20; Jes 10:6; Off 18:7

20:23 - 1Mo 19:24; 2Mo 9:23; 4Mo 11:33; Psa 11:6; Psa 78:30-31; Jes 21:4; Mal 2:2; Luk 12:17-20

20:24 - 1Kö 20:30; 2Sa 22:35; Spr 7:23; Jes 24:18; Jer 48:43-44; Amo 5:19

20:25 - 5Mo 32:41; 2Sa 18:14; Psa 7:12; Psa 73:19; Psa 88:15; Jer 20:3-4; 2Kor 5:11

20:26 - Psa 21:9; Psa 109:9-15; Psa 120:4; Jes 8:22; Jes 14:20-22; Jes 30:33; Matt 3:12; Matt 8:12; Jud 1:13

20:27 - Psa 44:20-21; Jes 26:21; Jer 29:23; Mal 3:5; Luk 12:2-3; Röm 2:16; 1Kor 4:5

20:28 - 2Kö 20:17, Spr 11:4; Zef 1:18; Matt 16:26; Jak 5:1-3; Off 18:17

20:29 - 5Mo 29:20-28; Psa 11:5-6; Klg 3:38; Matt 24:51

 

20.2

"Das was du sagt, kann ich nicht unbeantwortet lassen, so wütend macht es mich.

 

20.3

Dein Gerede beleidigt mich, doch ich bin klug genug, dir die passende Antwort zu geben!

 

20.4

Kennst du denn nicht die alte Wahrheit, die so alt ist wie die Menschheit selbst,

 

20.5

dass der Jubelruf der Bösen schnell verstummt, die Freude des Verbrechers bald vorbei ist.

 

20.6

Und wenn auch sein Hochmut sich zum Himmel erhebt und sein Kopf bis an die Wolken reicht,

   

20.7

wird er doch für zerfallen, genauso wie sein eigener Kot. Wer diesen Menschen kannte, wird sich fragen: Wo ist er nur geblieben?

   

20.8

Er verfliegt wie ein Traum und ist unauffindbar. Er ist zerflattert wie ein flüchtiger Gedanke in der Nacht.

   

20.9

Kein Auge, das ihn sah, sieht ihn dann wieder, auch seine Heimat wird ihn nie wiedersehen.

   

20.10

Seine Söhne müssen die durch ihn Verarmten beruhigen und seine Kinder seinen Raub wiedergutmachen.

   

20.11

Er strotzte noch vor Kraft, doch bald wird er im Staube liegen.

   

20.12

Böses tun ist ihm ein Vergnügen, ein Leckerbissen, den er sich auf der Zunge zergehen lässt,

   

20.13

den er lange im Mund behält, um den Geschmack nicht zu verlieren.

   

20.14

Doch in seinen Eingeweiden wandelt sich die Speise zu Natterngift.

 

20.15

Das geraubte Gut muss er wieder herausgeben, Gott zwingt ihn, auch den Rest herauszuwürgen.

   

20.16

Was er verschlungen hat, das wirkt wie Gift, es ist so tödlich wie der Biss der Viper.

   

20.17

Er hat nichts mehr vom Reichtum dieses Landes, von Milch und Honig, die in Strömen fließen.

   

20.18

So muss er doch alles zurückgeben, was er zusammengerafft hat, und kann es nicht genießen. Alles was er begehrt und erworben hat, wird ihn nicht glücklich machen.

   

20.19

Er hat die Armen noch um ihr Weniges gebracht und Häuser an sich gerissen, die er nicht gebaut hat.

   

20.20

Er kannte keine Befriedigung in seiner Gier, dabei wird er nichts von all den Schätzen retten können.

   

20.21

Nichts entging seiner Gier, doch ist sein Glück nicht von Dauer.

   

20.22

Mitten in der Fülle des Überflusses wird ihn die Not befallen. Die ganze Wucht des Elends wird über ihn kommen.

   

20.23

Und Gott wird ihm mit seinen Zorn den gierigen Magen füllen.

   

20.24

Wenn er dann vor dem eisernen Schwert zu fliehen versucht, trifft ihn die eiserne Spitze eines Pfeiles.

   

20.25

Er mag den Pfeil aus seinem Rücken herausziehen und die blitzende Klinge aus der Galle: fürchterlicher Schrecken wird ihn überfallen.

   

20.26

Nur Finsternis ist sein endgültiger Lohn. Ssie frisst ihn wie ein Feuer, das niemand ausblasen kann. Es verzehrt, was noch in seinem Zelt übrig geblieben ist.

   

20.27

Der Himmel wird seine ganze Schuld enthüllen und die Erde gegen ihn als Zeuge auftreten.

   

20.28

Der Wohlstand seines Hauses wird vernichtet, wenn Gottes Zorn eines Tages wie eine Sturzflut kommt.

   

20.29

Wer sich Gott auf diese Art widersetzt, hat dieses Ende verdient. Dieses unheilvolle Erbe hat Gott ihm zugedacht.

   

 

Hiob 21 - Hiobs sechste Antwort

Hiob zeigt in seiner Antwort auf Zophars Ausführungen, dass dessen "Schwarz-Weiß"-Denken nicht richtig ist. Schon zu Hiobs Zeiten war es offensichtlich, dass der Gerechte nicht immer belohnt und das Böse nicht unbedingt sofort bestraft wird. Da ist es zwar wenig tröstlich, dass das irgendwann einmal in der großen "General-Abrechnung" nachgeholt wird. Aber es wird passieren. Auch wenn wir selbst manchmal das Gefühl haben, auf der Schattenseite des Lebens zu stehen, sollten wir trotzdem nie vergessen, dass unser jetziges Leben nur ein Wimpernschlag oder schlechter Traum im Vergleich zu der Ewigkeit unseres zukünftigen Lebens ist.

Hiobs Leiden wirft seinen Schatten auf das Leiden eines noch viel Größeren hin, der 1500-2000 Jahre später durch seinen Tod sogar die ganze Menschheit retten wird. Hiob wird den Attacken des Satans standhalten und sich trotz allem nicht von Gott abwenden, was die erste große Niederlage Satans nach sich ziehen wird. Hiob wird noch zu Lebzeiten von Gott mehrfach materiell entschädigt und erhält zudem einen unbezahlbar wertvollen Schatz: Erkenntnis über Gott JHWH.

 
             

21.1

Hiob antwortete darauf und sagte:

 

21:2 - Ric 9:7; Jes 55:2; Heb 2:1

21:4 - 2Mo 6:9; 2Kö 6:26-27; 1Sa 1:16; Psa 22:1-3; Psa 42:11; Psa 77:3-9; Psa 102:1; Psa 142:2-3; Matt 26:38

21:5 - Ric 18:19; Psa 39:9; Spr 30:32; Amo 5:13; Mic 7:16; Röm 11:33

21:6 - Psa 77:3; Psa 88:15; Psa 119:120; Klg 3:19-20; Hab 3:16

21:7 - Psa 17:10; Psa 37:35; Psa 73:3-12; Jer 12:1-3; Dan 4:17; Hab 1:15-16; Off 13:2-7; Off 17:2-4

21:8 - Spr 17:6

21:9 - Psa 73:5, 19; Jes 57:19-21

21:10 - 2Mo 23:26; 5Mo 7:13-14; 5Mo 28:11; Psa 144:12-14; Pre 9:1-2; Luk 12:16-21; Luk 16:19

21:11 - Psa 107:41; Psa 127:3-5

21:12 - 1Mo 4:21; 1Mo 31:27; Jes 5:12; Jes 22:13; Amo 6:4-6

21:13 - Psa 73:4; Matt 24:38-39; Luk 12:19-20; Luk 17:28-29

21:14 - Psa 10:4,11; Spr 1:7,22,29; Luk 8:28,37; Joh 3:19-20; Joh 8:45-47; Hab1:15; Joh 15:23-24; Röm 1:28; Röm 8:7; 2Th 2:10-12; 2Ti 4:3-4

21:15 - 2Mo 5:2; Psa 12:4; Spr 30:9; Jes 30:11; Jes 45:19; Mal 1:13-14; Hos 13:6; Matt 7:7; Joh 16:24

21:16 - 1Mo 49:6; Psa 1:1; Spr 1:10; Spr 5:8; Psa 49:6-7; Psa 52:5-7; Pre 8:8, Luk 16:2,25

21:17 - Psa 32:10; Psa 90:7-9; Spr 13:9; Spr 20:20; Spr 24:20; Matt 25:8; Luk 12:46; Röm 2:8-9

21:18 - 1Mo 15:7; Psa 1:4; Psa 35:5; Psa 83:13; Jes 5:24; Jes 17:13; Jes 29:5; Jes 40:24; Jes 41:15-16; Jer 13:24; Hos 13:3; Nah 1:10; Matt 3:12

21:19 - 1Mo 4:7; 2Mo 20:5; 5Mo 32:34,41; 2Sa 3:39; Psa 54:5; Psa 109:9-31; Jes 14:21; Jes 53:4-6; Hes 18:14,19-20; Mal 3:18; Matt 6:19-20; Matt 16:27; Matt 23:31-35; Röm 2:5; 2Kor 5:21; 2Ti 4:14; Off 18:6

21:20 - Psa 75:8; Jes 51:17; Jer 25:15-16; Jer 51:7; Luk 16:23; Off 14:10; Off 19:15

21:21 - Psa 55:23; Psa 102:24; Pre 2:18-19, Luk 16:27-28

21:22 - Psa 113:5-6; Pre 5:8; Jes 40:13-14, 22-23; Jes 45:9; Röm 11:34; 1Kor 2:16; 1Kor 6:3; 2Pe 2:4; Ri 1:6; Off 20:1-3, 12-15

21:23 - Psa 49:17; Psa 73:4-5; Luk 12:19-21

21:24 - Psa 17:10; Spr 3:8

21:25 - 1Kö 17:12; 2Sa 17:8; Spr 14:10; Pre 6:2; Jes 38:15-17; Hes 4:16-17; Hes 12:18

21:26 - Psa 49:14; Pred 9:2; Jes 14:11

21:27 - Psa 59:4; Psa 119:86; Luk 5:22; 1Pet 2:19

21:28 - 4Mo 16:26-34; Psa 37:36; Psa 52:5-6; Hab 2:9-11; Sac 5:4

21:29 - Psa 129:8

21:30 - Psa 110:5; Spr 11:4; Spr 16:4; Nah 1:2; Zep 1:15; Röm 2:5; 2Pet 2:9-17;; 2Pet 3:7; Jud 1:13; Off 6:17

21:31 - 5Mo 7:10; 2Sa 12:7-12; 1Kö 21:19-24; Psa 50:21; Jes 59:13; Jer 2:33-35; Mar 6:18; Apg 24:25; Röm 12:19; Gal 2:11; Jak 2:13

21:32 - Psa 49:14; Hes 32:21-32; Luk 16:22

21:33 - 1Mo 3:19; Pre 1:4; Pre 8:8; Pre 12:7; Heb 9:27

 

21.2

Es wäre schon ein Trost, wenn ihr mir wenigstens zuhören würdet.

 

21.3

Erlaubt mir, dass ich auch noch etwas sage! Dann könnt ihr meinetwegen weiter höhnen.

 

21.4

Richtet sich meine Klage gegen Menschen? Könnt ihr wirklich nicht verstehen, dass ich ungeduldig werde?

 

21.5

Seht mich an! Lässt euch dieser Anblick wirklich so kalt? Verschlägt es euch da nicht die Sprache?

 

21.6

Wenn ich nur daran denke, erschrecke ich total und zittere am ganzen Körper.

   

21.7

Aber warum bleiben dann die Gottlosen am Leben, werden alt und immer mächtiger?

   

21.8

Ihre Kinder leben in bester Gesundheit. Auch ihre Enkel wachsen vor ihren Augen auf.

   

21.9

Ihre Häuser haben Frieden, und Gottes Rute schlägt sie nicht.

   

21.10

Keinen Fehlsprung tut ihr Stier, keinen Fehlwurf ihr Rind beim Kalben.

   

21.11

Frei wie die Lämmer laufen ihre Kinder und ihre Jugend tanzt und springt vor Freude.

   

21.12

Sie singen laut zur Pauke und Zither und sind vergnügt beim Klang der Schalmei.

   

21.13

Sie verbringen ihre Tage im Glück, und in Ruhe sinken sie in den Scheol hinab.

   

21.14

Und doch wollen sie von Gott nichts wissen.

 

21.15

Sie sagen sogar dreist: "Wer ist schon Gott, dass ich ihm dienen sollte, was bringt es mir, wenn ich zu ihm bete? -

   

21.16

Sie glauben,selbst ihres Glückes Schmied zu sein. Doch ihre Art zu denken liegt mir fern!

   

21.17

Wie oft erlischt denn das Licht der Gottlosen und kommt über sie ihr Verderben? Wie oft teilt ihnen Gott in seinem Zorn Vernichtung zu?

   

21.18

Sie sollten sein wie Stroh vor dem Wind, wie Spreu, die der Sturmwind davonträgt.

   

21.19

Ihr habt gesagt, dass Gottes Strafgericht die Kinder für die Schuld des Vaters trifft. Das ist nicht richtig oder gerecht! Den Vater soll es treffen; der Schuldige soll auch die Strafe tragen!

   

21.20

Er selbst soll seinen Untergang mit eigenen Augen sehen und Gottes Zorn am eigenen Leibe spüren!

   

21.21

Ob es den Nachkommen gut oder schlecht geht, bekommt er nach seinem Tod sowieso nicht mehr mit.

   

21.22

Gott richtet selbst die höchsten Engel. Wer unter uns will ihn da noch belehren?

   

21.23

Der eine bleibt gesund bis an sein Ende; und stirbt frei von Sorgen und im Frieden,

   

21.24

der Körper wohlgenährt, die Glieder stark.

   

21.25

Ein anderer stirbt mit einem verbitterten Herzen und hat nie das Glück genossen.

   

21.26

Nun liegen sie beide ohne Unterschied unter der Erde und werden von Würmern zerfressen!

   

21.27

Ich weiß genau, welches Unrecht ihr mir mit euren an den Haaren herbeigezogenen Vorurteilen tut!

   

21.28

Ihr sagt über mich: Wo ist es geblieben, das Haus des angeblichEdlen? Von der Bleibe des Gottlosen ist nichts mehr zu sehen!

   

21.29

Habt ihr denn nie mit Reisenden gesprochen und nie gehört, was sie berichtet haben?

   

21.30

Dass der Böse verschont wird, wenn Gott in seinem Zorn Gericht hält? Er kommt sogar mit heiler Haut davon!

   

21.31

Wer wagt es, ihm sein Unrecht vorzuhalten? Wer bestraft ihn, wie er es verdient? Keiner!

   

21.32

Feierlich wird er noch zu Grabe geleitet; man hält auf seinem Hügel Wache.

   

21.33

Die Erde deckt ihn freundlich zu, und alle Welt zieht hinter ihm her, wie Unzählige ihm vorangegangen sind.

   

21.34

Doch ihr versucht, mir Lügen als Trost zu bieten; denn jede Antwort, die ihr bringt, ist Schwindel!

   

 

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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