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Nehemia wird als das letzte historische Buch des Alten Testaments gezählt und umfasst die Zeit von 445-432 v.u.Z. Nehemia, der Name bedeutet "JHWH tröstet" oder "JHWH ist Trost", führt nach Serubbabel (538 v.u.Z) und Esra (458 v.u.Z.) die dritte Rückkehrergruppe aus Babylon nach Jerusalem. Das Buch berichtet über den Wiederaufbau der Stadtmauer und wie das Volk im Glauben erneuert wird.

Obwohl er in Babylon als Mundschenk am Hof Artaxerxes große Previlegien genoss, bittet er den König um Erlaubnis, nach Jerusalem reisen zu dürfen, um den Wiederaufbau der Stadtmauer organisieren zu können, was auch geschieht. Genau wie seine beiden Vorgänger muss Nehemia mit Anfeindungen von ortsansässigen Fremden klarkommen und mit wohlhabenden Juden, die skrupellos die Not ihrer Landsleute ausnutzen.Immer wieder bittet Nehemia JHWH in seinen Gebeten um Hilfe und zögerte nie Gott zu bitten, an ihn zu denken. Obwohl die Instandsetzung der Stadtmauer als "unmögliche Aufgabe" gesehen wurde, bewies er außergewöhnliche Führungsqualitäten und vollendete die Mauer trotz aller Widerstände in Rekordzeit von 52 Tagen. Selbst seine Feinde mussten anerkennen, dass hier Gott am Werk war. Parrallel zu den Baumaßnahmen leitete Gott durch Nehemia eine geistliche Neuerweckung unter den Israeliten in Juda ein.
Dieser ungewöhnliche Mann kann für uns ein Vorbild sein, auch wenn wir nicht über seine einzigartigen Fähigkeiten verfügen. Vielleicht meinen wir auch, dass wir weder in einer entsprechenden Position oder über die Mittel verfügen, etwas Großes für JHWH Gott leisten zu können. Aber vielleicht möchten wir trotzdem nützlich sein für Gott oder wie der Psalmenschreiber in Psa 27:4 schreibt: "Eins nur erbitt ich von JHWH, dies wäre mein Wunsch: Dass ich in JHWHs Hause bleiben darf, mein Leben lang...". In unseren Gebeten können wir mit Gott wie mit einem Vater reden, ihn bitten, in unsere Gedanken zu kommen und uns zu helfen, mit ihm zu gehen. Und das was wir aus seinen Worten, also der Bibel, lernen, in die Tat umsetzten. Vielleicht erkennen wir dann auch eine "unmögliche" Aufgabe, die wir wie Nehemia zum Ruhme Gottes ausführen können. Scheinbar nicht zu bewältigende Aufgaben lassen sich mit der Hilfe Gottes von Menschen bewältigen, die ihn ehren und mit vereinten Kräften arbeiten.

 

Nehemia 1

 
         

1.1

Dies ist der Bericht (o. Denkschrift) Nehemias, des Sohnes Hachaljas. Es begab sich im Monat Kislew (Dezember) im zwanzigsten Jahr unter der Regierung des Königs Artahsasta (= Artaxerxes I.). Ich befand mich in der Königsstadt Susa.

 

1:1
Est 1:2; Est 3:15; Jer 36:22; Dan 8:2; Sach 7:1

1:2
Psa 122:6-9; Psa 137:5-6; Jer 44:14; Jer 52:30; Hes 6:9; Hes 7:16; Hes: 24:26-27

1:3
Vor der Gefangenschaft hatte Israel eine eigene Sprache, König und Identität. Wie bereits unter Serubbabel und Esra festzustellen war, ist davon nur eine unorganisierte Schar übriggeblieben. Die Israeliten brauchten wieder einen Führer, der sie mit Gottes Hilfe anleitete und in die richtige Richtung führte. Der Tempel JHWHs war bereits fertig, nun sollte die Schande, die die niedergerissene Mauer auch symbolisierte, beseitigt und durch den Wiederaufbau die Macht und Gegenwart Gottes wieder für das Volk sichtbar aufgerichtet werden.

1Kö 9:7; 2Kö 25:10; Est 1:1; Psa 44:11-14; Psa 79:4; Psa 137:1-3: Jes 5:5; Jes 32:9-14; Jes 43:28; Jes 64:10-11; Jer 5:10; Jer 24:9; Jer 29:18; Jer 39:8; Jer 42:18; Jer 44:8-12; Jer 52:14; Klg 1:7; Klg 3:61; Klg 5:1

1:4
Wenn uns eine tragische Nachricht erreicht, sollten wir wie Nehemia zunächst beten und dann nach Möglichkeiten suchen, von unserer Traurigkeit zu konkreten Taten überzugehen, die den betroffenen Menschen oder auch uns selbst helfen
.

1Sa 4:17-22; 2Ch 20:3; Psa 69:9-10; Psa 102:13-14; Psa 115:16; Psa 137:1; Dan 2:18; Dan 9:3; Jon 1:9; Zef 3:18; Rom 12:15

1:5
2Mo 20:6; 5Mo 7:9,21; 5Mo 10:17; 1Kö 8:23; 1Ch 17:21; Psa 47:2; Dan 9:4-19; Heb 6:13-18; 1Jo 5:3

1:6
1Kö 8:28-29; 1Sa 15:11; 2Ch 6:40; 2Ch 7:15; 2Ch 28:10; 2Ch 29:6; Psa 32:5; Psa 34:15; Psa 55:17; Psa 86:6; Psa 88:1; Psa 106:6; Psa 130:2; Spr 28:13; Jes 6:5; Jes 64:6-7; Klg 3:39-42; Klg 5:7; Dan 9:4,17-18,20; Luk 2:37; Luk 18:7; Eph 2:3; 1Ti 5:5; 2Ti 1:3; 1Jo 1:9

1:7
3Mo 27:34; 4Mo 36:13; 5Mo 4:1,5; 5Mo 5:1; 5Mo 6:1; 5Mo 12:1; 5Mo 28:15,17; 1Kö 2:3; 2Ch 25:4; 2Ch 27:2; Psa 19:8-9; Psa 106:6; Psa 119:4-8; Dan 9:5-6,11,13; Hos 9:9; Zef 3:7; Mal 4:4; Off 19:2

1:8-9
Diese Warnung hat das auserwählte Volk durch die ganze Geschichte der Bibel immer wieder in den Wind geschlagen. Zuletzt mit der Tötung von Gottes Sohn. Die dann von Gott veranlasste Zerstreuung des jüdischen Volkes dauerte 1900 Jahre bis zur Gründung des Staates Israel im 20. Jahrhundert. Zum Vergleich umfasste die Gefangenschaft oder Besetzung durch die Babylonier nur 70 Jahre und kostete Israel fast seine gesamte Identität. Im Vergleich dazu haben die Führer des Christentums in den letzten rund 2000 Jahren ungleich schlimmer als die Führer der Juden in alter Zeit gehandelt. Die Bibel hat auch deutliche Warnungen für unsere Zeit.
1:8
3Mo: 26:33-46; 5Mo 4:25-27; 5Mo 28:64; 5Mo 32:26-28; 1Kö 9:6-7; Psa 119:49; Luk 1:72

1:9
3Mo 26:39-42; 5Mo 4:29-31; 5Mo 12:5,21; 5Mo 30:2-5; 1Kö 9:3; 1Ch 16:35; Psa 106:47; Psa 147:2; Jes 11:12; Jes 56:8; Jer 3:14; Jer 12:15; Jer 29:11-14; Jer 31:10; Jer 32:37; Jer 50:19-20; Hes 36:24; Mat 24:31

1:10
2Mo 6:1; 2Mo 13:9; 2Mo 15:13,15; 2Mo 32:11; 5Mo 5:15; 5Mo 7:8; 5Mo 9:29; 5Mo 15.15; Psa 74:2; Psa 136:12; Jes 63:16-19; Jes 64:9; Dan 9:15-27

1:11
1Mo 32:11,28; 1Mo 43:14; 1Kö 8:15; Psa 86:6; Psa 106:46; Psa 118:25; Psa 130:2; Spr 1:29; Spr 15:8,29; Spr 21:1; Jes 26:8-9; Heb 13:18, Jak 5:16

 

1.2

Da kam Hanani, einer meiner Brüder, mit einigen Männern aus Judäa zu mir. Ich fragte sie, wie es den Juden dort gehe, den Überlebenden, die nicht verschleppt worden waren, und erkundigte mich nach dem Zustand Jerusalems.

   

1.3

Sie gaben mir zur Antwort: "Der Rest, der dort in der Provinz nach der Gefangenschaft übriggeblieben ist, befindet sich in grosser Not und in Schmach; die Mauer Jerusalems ist voller Breschen, und seine Tore sind verbrannt.

   

1.4

Als ich diese Nachricht hörte, war ich zutiefst bewegt. Es kamen mir die Tränen. Tagelang trauerte ich, fastete und betete vor dem Gott des Himmels:

   

1.5

"JHWH, du Gott des Himmels, du großer, erfürchtiger Gott, der seinen Gnadenbund denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten,

   

1.6

leih doch Dein Ohr! Laß Deine Augen offen sein, auf daß Du Deines Knechts Gebet erhörst, das ich jetzt Tag und Nacht vor Dir verrichte für Deine Knechte, für die Söhne Israels. Ich bekenne die Sünden der Söhne Israels, die wir begangen haben. Auch ich und das Haus meines Vaters haben gesündigt.

   

1.7

Wir haben uns schändlich gegen dich benommen (Wir haben dich beleidigt), und die Befehle, Gebote und Ordnungen nicht gehalten, die du deinem Diener Mose gegeben hast.

   

1.8

Gedenke doch der Worte, die du deinem Diener Mose gebotest, indem du sprachst: "Wenn ihr treulos handelt, werde ich es sein, der euch unter die Völker zerstreut!

   

1.9

Wenn ihr aber zu mir zurückkehrt, auf meine Gebote achtet und sie befolgt, werde ich sogar die, die ich bis ans äußerste Ende der Erde verstoßen habe, von dort zurückholen. Ich will sie heimbringen an den Ort, den ich erwählt und zum Wohnsitz meines Namens bestimmt habe."

   

1.10

Wir sind ja doch deine Diener und dein Volk, das du durch deine große Kraft und deinen starken Arm erlöst hast.

   

1.11

Ach JHWH, erhöre mein Gebet und das Flehen deiner Diener, die dir ehrfürchtig dienen wollen. Lass es mir, deinem Diener, doch heute gelingen, dass er bei dem König Erbarmen findet." Ich war nämlich Mundschenk beim König.

   

 

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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