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Der Apostel Paulus ist eine der bekanntesten Persönlichkeiten des Altertums. Viele Erkenntnise der Bibel beruhen auf seinen Schriften, nämlich seinen Briefen im Neuen Testament. Die so­genannten paulinischen Schriften sind tatsächliche Briefe. Paulus schrieb aber nie mit der Absicht, Dokumente für die Nachwelt zu schaffen oder gar einen Teil des Neuen Testamentes zu schreiben. Er schrieb auch nicht für eine große anonyme Leserschaft, sondern seine Briefe waren immer an bestimmte Empfänger gerichtet. Wenn er an die Gemeinde in Korinth schrieb, so hatte er nur diese Gemeinde vor seinem geistigen Auge und nur in wenigen Fällen bittet er, dass die Briefe ausgetauscht würden.

Ein Brief ist ein Ersatz für eine Unterhaltung. Darum können wir von den Briefen des Apostels Paulus sagen, dass sie auch Spiegelbilder seiner Persönlichkeit sind.Viele seiner Briefe sind diktiert, z.B. in Römer 16:22 wird Tertius als Schreiber genannt. Selten schrieb Paulus selbst. Von seinen Briefen hat Paulus den Brief an die Galater und den letzten Teil des zweiten Korintherbriefes mit eigener Hand geschrieben (Kapitel 10‑16). In beiden Fällen erklärt sich die persönliche Niederschrift aus dem Inhalt. Wenn ein anderer den Brief schrieb, so hat Paulus ihn selbst unterzeichnet, um ich für die Echtheit zu verbürgen.

Den Apostel Paulus kennzeichnet eine starke Polarität:

1. Einerseits ein schwacher Körper, andererseits ungeheure körperliche Leistungsfähigkeit.
2. Einerseits Demut, andererseits Vollmacht und Kraft (nicht Hochmut!).
3. Einerseits Niedergeschlagenheit, andererseits Jubel.

Schwacher Körper

Hier taucht die Frage nach dem Leiden des Apostels auf, inwiefern ihm ein schwacher Körper zu Eigen war (vgl. 2. Korither12:7; Galater 4:13‑15; 6:11; Apostelgeschichte 23:1­5). Warum hatte der Apostel Schwierigkeiten bei der Abfassung des Galaterbriefes? Als intellektuell hoch gebildeter Mensch wäre er zweifellos ohne Probleme dazu in der Lage gewesen. Doch aus dem Text des Galaterbriefes geht hervor, dass Paulus anscheinend viel Mühe hatte, den Brief selbst zu schreiben (Galater 6:11; 4:15). Viele Ausleger sind daher der Meinung, dass Paulus wohl an einer Augenkrankheit litt. Obwohl es ihm nicht leicht fiel, nahm er die Feder selbst zur Hand. Ursache dazu war die Wichtigkeit des Anliegens.

Leistungsfähigkeit

Trotz seines anscheinend schwachen Körpers, legte Paulus allein auf seiner ersten Missionsreise ungefähr 3.000 km zurück. Wenn wir alle seine anderen Missionsreisen dazurechnen, waren es sogar ca. 25.000 km! Dabei ist noch zu berücksichtigen, dass nicht alle Reisen in der Bibel genannt sind. Neben den mindestens vier Schiffbrüchen, die Paulus durchgestanden hat, lesen wir in 2. Korinther 11:23‑28 einen ganzen Katalog von Leiden, die er aushalten musste. Wir können wahrscheinlich nicht ermessen, was der Apostel alles ertragen hat!

Demut

Je älter Paulus wurde, desto kleiner machte er sich. Je mehr er geleistet hatte, desto weniger hielt er von sich selbst. Wahre Charaktergröße ist immer bescheiden! In 1. Korinther 15:9 nennt Paulus sich "der geringste der Apostel" In Epheser 3:8 „den allergeringsten von allen Heiligen". In 1. Timotheus 1:15 gar den ersten unter allen Sündern". Paulus wusste immer die Gnade und Barmherzigkeit des Herrn zu preisen.

Vollmacht und Kraft

Seiner echten und ehrlichen Demut steht auf der anderen Seite eine derartige Vollmacht entgegen, dass man sagen möchte: »So kann man doch nicht von sich selbst reden!« (vgl. Philipper 4:13; 1. Korinther 15:10). Manch einer mag es zu Unrecht als Hochmut ausgelegt haben. Doch Hochmut lag Paulus fern!

Niedergeschlagenheit

Einige Stellen, in denen Paulus seine Niedergeschlagenheit und Trauer zum Ausdruck bringt, lesen wir in 2. Korinther 5:1‑5 (der seufzende Paulus); 1. Korinther 2:3 (Schwachheit und große Ängstlichkeit); 2. Korinther 2:4 (unter vielen Tränen); 1. Thessalonicher 2:17 (verlassen wie ein Waisenkind).

Jubel

Im Römerbrief Kapitel 8 kommt dieser Jubel zum Vorschein. Seine Hinrichtung vor Augen, schreibt er den Philipperbrief, worin er die Freude im Herrn wiederholt zum Ausdruck bringt. Der Befehl "Freuet Euch" ist die einzige Aufforderung, die in einem Vers zweimal betont wird (Philipper 4:4). Paulus war kein Natur‑Optimist, sondern ein Glaubens‑Optimist.

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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