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Jesus ist JHWH  - oder eine neue Form von Fanatismus

Nun hatte ich vor einigen Monaten mit Jehovas Zeugen eine für mich totalitäre Sekte verlassen und treffe jetzt durch die Seite Freie-Bibelforscher-Borken.de auf eine andere Art von Glaubens-Fanatismus, deren Anhänger sich teilweise äußerst aggressiv geben: Jesus ist JHWH.

Der bisherige Höhepunkt war ein Kommentar von mir zu einem Artikel über einen Zeugen Aussteiger, bei dem sich der Foren- Admin weigerte, ihn zu veröffentlichen, weil ja Bibelforscher nicht daran glauben, dass Jesus und Jehova Gott identisch sind. Dabei ging es weder in dem Artikel noch in meinem Kommentar um diese Frage, zumal sich alle Artikel auf der Seite um Glaubens-Ansichten Zeugen Jehovas befassten. Wohl hatte ich dargestellt, dass bei Zeugens eine Gruppe Menschen vorgibt, was zu glauben ist, während wir Bibelforscher uns ausschließlich an das halten, was uns die Bibel überliefert, mit Jesus Christus als unser Haupt und Führer.

 

Wenn nicht ein paar Tage zuvor in einem Email- Austausch ein anderer Gegenüber geschrieben hätte, dass er nicht mehr lange braucht, um mich davon zu überzeugen, das Jesus und Jehova oder Jahwe identisch sind, hätte ich das Vorangehende als Einzelmeinung abgetan.

Seit meinem Weggang von Jehovas Zeugen prüfe ich einzelne Aussagen der Bibel noch kritischer als früher, begleitende Literatur genieße ich nur mit großer Vorsicht. Überraschenderweise hat dies meinen Glauben gestärkt. In der Heiligen Schrift finden sich zu vielen Punkten eindeutige und weniger eindeutige Stellen, wobei den eindeutigen Bibelstellen den Vorzug zu geben ist. Auch hilft es, einige Verse vor und nach der Bibelstelle zu lesen. Wichtig ist ganz besonders, besagte Verse in mehreren Bibel-Auslegungen nachzuprüfen, denn nahezu jede Bibel ist tendenziös in Richtung bestimmter Kirchen-Lehren. Manchmal hilft auch schlichtweg gesunder Menschenverstand:

1. In einem Artikel wurde Matthäus 8:2-3 als eine von Jesus akzeptierte Anbetung dargestellt, die angeblich zeigt, dass er Gott ist. Rein menschlich betrachtet, hat sich ein völlig verzweifelter Mensch vor Jesus niedergeworfen, was weder Jesus noch irgendjemand anderes als Anbetung Gottes gemäß 2. Mose 20:4-5 betrachtet hat oder würde. 
Im gleichen Artikel wird Markus 2:7 als Beweis angeführt, denn Sündenvergebung kann ausschließlich Gott. Das nur 3 Verse weiter in Mar 2:10 Jesus deutlich sagt, dass er die Vollmacht dafür erhalten hat, also von Gott selbst, zeigt, wie bei Jehovas Zeugen werden Bibelstellen für Glaubensansichten aus dem Zusammenhang gerissen.
 

2.Schließlich kann es sogar vorkommen, das ganze Bibelstellen schon mal frei nach gusto umgeschrieben werden. Wie zum Beispiel das Druckstück "Der Name Jesu im alten Testament", dessen Übersender mir nicht verraten wollte, aus welcher Glaubensrichtung er oder die Ausarbeitung stammt. Blatt eins zeigt den Psalm 46 angeblich nach Luther. Nur in keiner Lutherbibel (1545, 1546, 1912, 1956), findet sich der Name Jesus Christ im Vers 12 oder sonst im ganzen Psalm.
Richtig spannend ist die Folgerung des Schreibers, da Jesus, hebr. Jeschua oder Jehoschua, "Jehova ist Rettung" bedeutet, man nur die Stellen im Alten Testament mit den Begriffen Rettung oder Erlösung gegen Jesus austauschen brauche und schon hätte man seinem Namen 150mal im Alten Testament.
Leider lässt der Schreiber außer acht, dass auch Jesaja "Rettung (von Jehova)" bedeutet und Jesus, bzw. seine hebräischen Formen, zu seiner Zeit ein sehr beliebter Name war. Welchen Sinn dann diese Bibelstellen bekommen, zeigen z.B.
1.Mo 49:18 oder 2.Mo 14:13 ... Steht und seht die Rettung Jehovas
(Elberfelder1871)

3. Ein weiteres Mittel zur Beweisführung findet sich im Artikel "Jesus ist JHWH", auch von dem Emailschreiber. Hier wird die Schreibweise für Jehova Gott in vielen Bibelübersetzungen, also das großgeschriebene HERR, gegen ein normal geschriebenes Herr ausgetauscht, was normalerweise für Jesus steht. Der Artikelschreiber verkennt zudem, dass es sich bei Jesaja 6, 40, 43, 44, 45, 48 um Prophezeiungen handelt, die auf Jesus hindeuten.
Für den Ausspruch Jehovas in 1.Mo. 3:14 "Ich bin" werden z.B. Joh. 8:24, 28 und 58 angeführt, obwohl sich Jesus in seinen Aussagen darauf bezieht, dass er (Ich bin) Gottes Sohn ist, bzw. (Ich bin) der Messias. Man muss nur das ganze Kapitel lesen.

 

Diese Personen-Einheit hat in Form der Dreieinigkeit bereits im frühen Mittelalter dazu geführt, den Menschen eine wichtige Hoffnung zu nehmen, dass Jesus als Gottes Sohn eine Mittler- und Fürsprecher- Funktion für uns sündige und unvollkommene Menschen vor dem allmächtigen Schöpfer ausübt.

Welchen Sinn hätten sonst Bibelstellen wie


Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um das Verlorne zu suchen und zu retten.
(Luk 19:10 Zürcher, auch Mt 18:11)

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, auf daß er die Welt richte, sondern auf daß die Welt durch ihn errettet werde.
(Joh 3:17 Elberfelder 1871)

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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