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Was geschah nach dem Abendmahl?judaskuss

Judas verließ die anderen, nachdem er abschätzen konnte, wo Jesus die Nacht verbringen wird. Die Lage war derart angespannt, der Plan Jesus zu schnappen so weit gediehen, dass Jesus längst auf der Hut war. Judas kannte den Garten Gethsemane gut und den Platz, an den Jesus sich öfter zurückzog. Judas kam mit einer großen Schar Bewaffneter in den kleinen Garten vor den Toren der Stadt und gab Jesus den üblichen Begrüßungskuss, der gleichzeitig das vereinbarte Zeichen für die Tempelschergen war. Nur mit dem Kuss des Jüngers konnte Jesus zweifelsfrei im dunklen Garten identifiziert werden. Jesus konstatierte nur kurz: ”Das ist es, wozu du (also) hier bist!? Mit einem Kuss verrätst du den Menschensohn?“ (Luk 22:47-48)

Zwei Verräter, die die Bibel unterschiedlich bewertet

Zeitgleich mit Judas beging der Jünger Simon Petrus einen gleich mehrfachen Verrat an Jesus (Mar 14:67-71). Welcher davon schwerer wiegt, sei dahin gestellt. Petrus bereute seine Tat und weinte, vermutlich betete er auch um Vergebung. Er hielt aber trotz seines Versagens zu anderen Jüngern und suchte nach wie vor ihre tragende Gemeinschaft, obwohl er vor ihnen mit seiner Standhaftigkeit geprahlt hatte. Jesus ist auch für dieses Versagen des Petrus am Kreuz (o.Pfahl) gestorben. Er hat die Sünde (des Petrus) getragen! Nachdem Jesus auferstanden war, macht er deutlich, dass er noch einmal neu mit Petrus anfängt. Petrus wird in Joh 21 noch einmal auf sein Versagen angesprochen, um dann im einem neuen Anfang eine große Aufgabe anvertraut zu bekommen. Simon Petrus, der schon früh von Jesus den Beinamen Kephas (Stein o. Fels) bekommen hatte, sollte sich später als ein wichtiger und über alle Maßen standhafter Verkündiger des Evangeliums erweisen.

File PassionMovie JudasAnders Judas: Anstatt sich an seine Glaubensgeschwister zu wenden und sich vor Jesus zu bekennen und um Vergebung zu bitten, wandte er sich an die Priester, die sich als Schriftgelehrte vor Gott mindestens genauso schuldig gemacht hatten, wie Judas. Als sie ihn verhöhnten, war es so, als hätte ihn Satan ausgelacht und er nahm sich das Leben. Zwar hatte Jesus gesagt, dass es besser wäre, wenn sein Verräter nicht geboren wäre. Aber dieser Ausspruch wurde im Judentum allgemein auf Sünder (von Gott getrennte) angewandt. Judas ist demnach kein Sonder- oder „Übersünder“. Er hatte nicht verstanden, was Jesus auch ihm im Abendmahl zugesprochen hatte: Die Vergebung der Sünden. Jesus hätte ihm also vergeben, so wie er in seinen Todesqualen den anwesenden Spöttern vergab: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" (Luk 23:34).

Auch als Christ können wir abfallen und auf Abwege kommen. Schon aus unserer Kindheit kennen wir eigenes Versagen vor Freunden, in der Schule, im Sport usw. Auch gut gemeinte Motive können falsch sein und nicht dem Willen Gottes entsprechen. Das gleiche gilt mit Bibelwissen, mit dem wir uns über Andere erheben wollen. Selbst größte Fehler und Taten müssen nicht dazu führen, dass wir den Weg des Judas gehen.

Bis heute können wir aus diesen gegensätzlichen Ausschnitten zweier Biographien lernen, wie wir uns in Fehlsituationen verhalten sollen und wie eben nicht: Wenn wir versagen, dann dürfen wir mit Jesu Bereitschaft zur Vergebung rechnen, uns ihm im Gebet anvertrauen. Jesus ist auch für unsere Sünden am Kreuz von Golgatha gestorben, wir brauchen uns nicht mehr selbst zu richten. Wir dürfen seit Golgatha gewiss sein: Jesus fängt mit jedem reuigen Sünder noch einmal neu an. Wir dürfen und sollen in solchen Situationen die Gemeinschaft mit den Glaubensgeschwistern suchen. Sie haben den Auftrag uns mitzutragen. Wir brauchen uns nicht selbst in das soziale Aus manövrieren.

Die Judas Iskariots unserer Zeit

In den vorangegangenen Absätzen konnten die Beweggründe für das Handeln des Judas Iskariot nicht wirklich geklärt werden. Wir wissen aber, dass ihn seine Geldgier Satan in die Hände spielte (Joh 13:24, vergl. Jak 1:13-15). Wie sich das auf Judas auswirkte, können wir in der Bibel nachlesen:

Ihnen hat der Gott dieser Weltzeit [ Vgl. Joh. 12,31; 14,30; Eph. 2,2; 6,12; 1. Joh. 5,19. Satan ist der Gott, der in diesem Zeitalter unter den Ungläubigen herrscht; am Ende dieser Weltzeit aber wird er für immer unschädlich gemacht: Offb. 20,10.] wegen ihres Unglaubens den Sinn verblendet, damit ihnen nicht leuchte der Glanz der Frohen Botschaft von der Herrlichkeit Christi, der da ist das Ebenbild Gottes.“ (2Kor 4:4 Albrecht1926)

Wenn wir davon ausgehen, dass Judas zu Beginn ein gläubiger und treuer Jünger Jesu gewesen ist, muss es ein oder mehrere Wendepunkte gegeben haben, die ihn wieder zu einem Ungläubigen werden ließen. Hat Judas andere Erwartungen in Jesus gehabt, die nicht wie gewünscht erfüllt wurden? Ließ in die Angelegenheit mit dem äußerst wertvollem Salböl wieder in die Dunkelheit der Geldgier abfallen, gar mit einer Prise Eifersucht?

Auch heute warten wir auf die Rückkehr Jesu mit dem versprochenem Königreich. Können da nicht verständliche Zweifel kommen?

Wie sieht es mit all den Ältesten, Würden- und Ämterträgern in den unzähligen Religions- Gemeinschaften aus? Keiner ist von Gott oder Jesus in seinem Amt eingesetzt, auch wenn sie dies gern so sehen möchten. Judas hat den gottgleichen Jesus persönlich gekannt und trotzdem war seine Gier nach Geld stärker. Um wieviel leichter hat es Satan dann bei uns Normalsterblichen:

- Da gibt es in Deutschland einen katholischen Bischof im Ruhestand, der sich als Ruhesitz ein mehrere hundert qm großes Domizil samt Kapelle mit Kirchengeldern, also dem Geld von Gläubigen bauen ließ.- Der katholische Papst lebt in einem Prunk, der zu größten Teil auf Blutgeld der letzten 1700 Jahre beruht. Kirchentage und Papstbesuche sind bis zu 15 Millionen Euro teure Spektakel, bei dem er sich und andere Würdenträger auf Kosten von Gläubigen und Steuerzahlern feiern lassen.

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- Beide Großkirchen lassen sich die Gehälter ihrer Priester und Bischöfe vom Staat bezahlen und beharren zumindest in Deutschland bei weiteren Zahlungen in Höhe von über 100 Millionen Euro jährlich auf Verträge aus der Zeit Napoleons.
- Was ist mit den kleineren Glaubensgemeinschaften? Von einer Neuapostolischen Kirchengemeinde war vor einiger Zeit zu lesen, dass führende Mitglieder 15 Millionen Euro in windigen Geschäften verzockt hatten.
- Andere Gemeinschaften achten sehr genau auf die Abgabe des „Zehnten“ und finanzieren damit kostspielige Gebäude und einen gehobenen Lebensstil der führenden Mitglieder.
- Die Zeugen Jehovas, erheben zwar keine Abgaben, aber zu Beginn jeden Jahres ist die Übertragung ganzer Vermögen ein wichtiges Thema. Gebäude werden von den Mitgliedern der einzelnen Versammlungen finanziert und gebaut, um dann der Zentrale übereignet zu werden. So steigt auch bei dieser Kirche das Vermögen von Jahr zu Jahr. Ein prominenter Aussteiger schrieb in seinem Buch „Der Gewissenskonflikt“, das die Führungskader keinerlei Unrechtsbewusstsein haben, was auch bei den anderen Kirchen zu beobachten ist.

Das alles ist kein Vergleich zu dem Leben, wie es von unserem Herrn Jesus Christus vorgelebt und er von seinen Jüngern verlangt hatte:

Nehmt keine Geldtasche mit euch, auch keinen Ranzen und keine Sandalen! Haltet euch unterwegs nicht mit langen Begrüßungen auf! (Luk 10:4 Bruns)

Judas Iskariot hat heute viele Nachfolger im Geiste – Viel zu Viele.

 
 

Biblische Szenen

 
 
 
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